Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Linke Tasche, rechte Tasche

Haltern Wer künftig eine Feier in der Seestadthalle plant, wird vermutlich für die Anmietung von Räumen und Inventar tiefer in die Tasche greifen müssen.

29.08.2007

Nachdem die Vermietungspreise in den letzten fünf Jahren stabil gehalten werden konnten, ist nun eine Anhebung geplant. So sieht eine Beschlussvorlage für den Halterner Rat vor, die Vermietung des Foyers (privat) oder des Theken- und Küchenbereichs von 61 auf 67 Euro zu erhöhen. Für die Anmietung der gesamten Halle werden 529 Euro (bisher 481) berechnet. Wird ein Schutzfußboden in der Halle erforderlich, soll dieser 264 Euro (statt bisher 240 Euro) kosten. Insgesamt will der Eigenbetrieb Seestadthalle bei Umsetzung der Entgeltordnung noch in diesem Jahr Mehreinnahmen in Höhe von 25 000 Euro erzielen. Den größten Teil dieser Summe, nämlich 21 500 Euro, müsste die Stadt Haltern als Mieterin der Halle für Schul- und Sportveranstaltungen berappen.

Verluste

Dennoch wird ein neuerliches Minus bei der Jahresabrechnung des Eigenbetriebs Seestadthalle nicht zu vermeiden sein. Trotz der guten Auslastung als Veranstaltungsort, die Halle wird zeitlich zu 89,2 % genutzt, wurden 2006 nur 210 000 Euro erwirtschaftet. Die betrieblichen Aufwendungen aber betrugen 558 000 Euro. Letztlich muss die Stadt Haltern für diese Schieflage aufkommen. Der Jahresüberschuss der Stadtwerke fließt nämlich in den Eigenbetrieb Seestadthalle ein und geht nach der Verrechnung an die Stadt über. Dieser Rücklauf betrug 2005 noch 1,5 Mio. Euro, 2006 waren es nur noch 800 000 Euro. Wie die Entwicklung weitergeht, ist aufgrund der unsicheren Marktlage auf dem Energiesektor nicht absehbar. Dies bestätigte Heinz van Buer, Abteilungsleiter bei den Stadtwerken. Letztlich konnte er nicht verneinen, dass die Anhebung der Vermietungspreise für die Seestadthalle zu einer Umverteilung "von der linken in die rechte Tasche" führt.

Gleichbehandlung

Die Stadt muss mehr Miete bezahlen, bekommt am Jahresende einen Teil über den Stadtwerke-Rücklauf zurück. Christian Hovenjürgen von der Stadtkämmerei betonte in diesem Zusammenhang, dass der Eigenbetrieb Seestadthalle alle seine Mieter gleich behandeln müsse. "Sonst hätten wir eine verdeckte Gewinnausschüttung, und das ist nicht erlaubt." Silvia Wiethoff

Lesen Sie jetzt