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Literaturkurs des Gymnasiums macht "So ein Theater!"

Theaterstück

HALTERN Die Oma und der Opa meckern. Die Tochter spricht ihren Vater indes wohlerzogen mit „Sie“ an. Da taucht aber auch das Schneewittchen auf. Und Romeo und Julia sowieso. „So ein Theater“, möchte man da rufen. Und genauso heißt das Stück, das die Schüler des Joseph-König-Gymnasiums auf die Beine gestellt haben.

von Von Inga Tawadrous

, 30.04.2010
Literaturkurs des Gymnasiums macht "So ein Theater!"

Ein Vater-Tochter-Gespräch beim neuen Theaterstück des Literaturkurses des Joseph-König-Gymnasiums.

„So ein Theater“ ist außerdem das erste, was der geneigte Zuschauer rufen würde, wenn er das Durcheinander bei den Proben gesehen hätte. Ob ein „Dinner for One“, ein wilder Kampf oder eben eine schnulzige Liebesszene auf dem Balkon – die Schüler der Stufe 12 wissen, womit sie ihr Publikum begeistern können.

„Ein klassisches Stück zu spielen, wäre nicht möglich, weil wir zwei Kurse zusammengelegt haben“, erläutern Theaterpädagogen und Literaturkursleiter Hugo Ruthmann (61) und Johannes Spital (43). Über 50 Schüler proben für das Stück, das wie eine Collage aus vielen verschiedenen Szenen gebastelt wurde. Demnach gibt es auch keine Hauptrollen. „So muss kein Schüler mehr Text auswendig lernen als alle anderen“, sagt Lisa Gernemann alias Julia.

„Diese Rolle hat mich sehr gereizt, wobei es gar nicht so einfach ist, die Julia zu spielen“, gibt die Schülerin im roten Abendkleid zu. Elisabeth Kemper (18) und Marina Griesbach (17) dagegen können von einer schicken Abendgarderobe nur träumen – sie spielen nämlich die Oma und den Opa, die zwischen den einzelnen Szenen nur herummeckern.  Ein ganzes Schuljahr lang arbeiteten die Schüler fleißig an der Aufführung. Referendarin Antje Depping (28), die bei den Proben stets dabei war, ist begeistert: „So lernt man die Schüler auch von einer anderen Seite kennen.“ Ob Szenen aus „Harold und Maude“ oder „Titanic“ – „So ein Theater“ haben die Halterner sicher noch nie gesehen.