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Mit AC/DC über die Autobahn

17.08.2007

Haltern Vor 25 Jahren startete die Compact Disk ihre eindrucksvolle Karriere: Mit weltweit etwa 35 Milliarden verkauften Exemplaren ist die Musik-CD der erfolgreichste Tonträger aller Zeiten. Ob sich die Halterner erinnern, welchen Silberling sie sich zuerst zugelegt haben?

"Mitte der 80-er Jahre das AC/DC-Album Highway to Hell", muss Michael Pelster aus dem Ordnungsamt nicht lange überlegen. Jeden Tag habe er den Rock-Klassiker gehört, "auf der Autobahn, volle Pulle morgens um halb Fünf". Pelster arbeitete damals für den Bundesgrenzschutz in St. Augustin-Hangelar. Auf dem Dienstweg ließ er es in seinem Wagen kräftig krachen.

"Einen CD-Player hatte ich natürlich noch nicht im Auto. Der stand bei mir zuhause - seinerzeit noch ein sündhaft teures Teil, das um die 400 Mark gekostet hat", erzählt der 48-Jährige. "Ich habe mir das AC/DC-Album fürs Auto auf Kassette überspielt."

Sein Kollege, Stadtpressesprecher Heinz Kallhoff (59), bevorzugt ruhigere Töne: "Als ich meinen ersten CD-Spieler gekauft habe, fiel mir Figaros Hochzeit in die Hände." Das war gerade mal vor sieben Jahren. "Was CDs betrifft, bin ich ein Spätzünder." Er schwört auf knarzendes Vinyl.

"Meine erste CD habe ich geschenkt bekommen - irgendwas von Cat Stevens", kann sich der stellvertretende Leiter des Gymnasiums, Ulrich Wessel (49), vage erinnern. "Der Song 'Father and Son' ist da drauf. Den finde ich immer noch genial."

Für Gitarrenlehrer Ludwig Licht (56) greift lieber selbst in die Saiten. Seine CD-Sammlung sei überschaubar. "Ein Album des Jazz-Duos Getz/Gilberto mit dem Ohrwurm 'The Girl from Ipanema' war vor 20 Jahren mein Erstkauf."

Und womit verwöhnt Schützenkaiser Hans-Joachim Heckmann seine Ohren? Nur mit zünftiger Marschmusik? "Um Gottes Willen", lacht der 64-Jährige. "Ich stehe auf Elvis, die Beatles, auch auf Countrymusik." An den Titel seiner ersten CD erinnert er sich nicht mehr. Nur so viel weiß er noch: "Als die Dinger auf den Markt kamen, habe ich sofort zugeschlagen und meine LP in eine Schublade verbannt, wo sie jetzt verstauben." Christoph Walter

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