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Mitarbeiter hoffen auf mehr Gehalt

HALTERN Die Stadt Haltern rechnet mit einer Erhöhung der Tarife für ihre Mitarbeiter.Mit einer Acht-Prozent-Forderung haben die Gewerkschaften ver.di und Deutscher Beamtenbund die neue Tarifrunde im öffentlichen Dienst eröffnet.

von Von Silvia Wiethoff

, 18.01.2008

Wie hoch der Betrag ist, der dafür im städtischen Haushalt vorgesehen ist, wollte Bürgermeister Bodo Klimpel nicht verraten. Schmunzelnd lehnte er gestern jede genaue Angabe ab, will er doch den Tarifparteien nicht vorgreifen. Bei einem Abschluss muss die Stadt Haltern für jedes Prozent 150 000 Euro einplanen.

Nicht realistisch

Die Acht-Prozent-Forderung allerdings hält Klimpel für nicht realistisch. Er habe Verständnis dafür, dass die Gewerkschaften und auch die Arbeitgebervertreter ihren Job machten. Doch die Rituale, die dabei zutage gelegt würden, stellte er infrage. Sicher werde das Ergebnis der Tarifauseinandersetzung nicht bei 0 Prozent liegen, aber eben auch nicht bei 8 Prozent.

Der Halterner Personalratsvorsitzender Eduard Krause sieht eine große Erwartung unter den Beamten und Beschäftigten, dass sie ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen. Angesichts von Reallohnverlusten im Beamtenbereich von 10 Prozent, nur geringen Erhöhungen im Beschäftigtentarif sowie längeren Wartefristen bei Höhergruppierungen sei eine Anhebung dringend erforderlich. Krause geht davon aus, dass es beim neuen Tarifabschluss auch um die Themen Arbeitszeit (Beamte arbeiten zurzeit 41 Stunden, Beschäftigte im öffentlichen Dienst 38,5 Stunden in der Woche) und um Prämien gehen wird.

"Wir sind zufrieden"

Bisher werden 1 Prozent der Bruttogehälter für so genannte Leistungsentgelte eingesetzt. Das Bewertungssystem wurde bereits im letzten Jahr in Haltern eingeführt. „Wir sind zufrieden“, zog Krause ein erstes Fazit. Größere Anlaufschwierigkeiten seien ausgeblieben. Wenn nun nach einem Tarifabschluss womöglich höhere Prämien ausgezahlt würden, wüssten alle Seiten (der Vorgesetzte, der die Leistungen bewerten muss, und die Mitarbeiter), was auf sie zukommt.

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