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Mühlkoppe fühlt sich wohl

Haltern Der Morgennebel über der Stever hatte sich noch nicht verzogen, als Holger Schenk (Fischwirt der Gelsenwasser AG), Andrea von Darl und Rüdiger Szymczak (Westfälische Wasser und Umweltanalytik GmbH) ins Wasser stiegen.

22.10.2007

Vor zehn Jahren hatte die Gelsenwasser AG zum letzten Mal die Fischpopulation in der Nähe des Walzenwehrs ermittelt. Gestern Morgen war es wieder mal so weit. Bewaffnet mit Keschern, Eimer, Kamera, Schreibgerät und einem Elekroschocker machten sich der Fischwirt und die beiden biologisch-technischen Angestellten ans Werk der "Kontrollbefischung".

Dazu erzeugten die Experten im Wasser ein elektrisches Feld, in dem die Fische für kurze Zeit betäubt wurden. Dann wanderten sie mittels Kescher in einen Eimer, damit Holger Schenk und die beiden Biologen Art, Größe, Gewicht und Ernährungszustand ermitteln konnten. Nach dieser Prozedur wurden die Fische wieder ins Gewässer zurückgesetzt.

Die Kontrolle, über die der örtliche Angelverein und die Untere Fischereibehörde des Kreises vorab informiert worden war, ergab, dass sich insbesondere der Kleinfischbestand sehr erfreulich entwickelt hat. Bodenorientiert lebende Kleinfische wie Gründlinge und Schmerlen treten vermehrt auf. Außerdem wurden bei der Befischung deutlich mehr Jungaale und weniger erwachsene Aale als vor zehn Jahren nachgewiesen.

Bei der aktuellen Befischung wurden vor allem einsömmerige Weißfische wie Rotaugen und Döbel in großer Zahl angetroffen, ebenso Schmerlen und die Gründlinge. Ein in der Stever recht seltener Zeitgenosse ist die Mühlkoppe. Diese Fischart, die vor allem in Forellenregionen vorkommt, hat sich in den letzten Jahren allgemein vermehrt und wurde auch bei der Befischung häufiger gezählt. Eine erfreuliche Tatsache, denn dieser Fisch liebt sauerstoffreiches, sauberes Wasser! Holger Steffe

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