Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Musiker verführen Zuschauer mit Sprache der Töne

09.08.2007

Haltern Mal heiter, fröhlich, dann wieder traurig und ruhig - die zweite Veranstaltung im Rahmen der Konzertreihe der Kunstkulturstiftung der Stadtsparkasse in Kooperation mit der Musikhochschule Münster stellte sich als ein Wechselbad der Gefühle dar.

Die "Gruppo Vitalino", bestehend aus vier Studentinnen der Musikhochschule Münster, sorgte für einen gewagten, jedoch gelungenen Beginn. Mit Trisonaten von Telemann und Händel sowie der Chaconne aus Henry Purcells Oper "Tristan und Isolde" hatten sich die Künstlerinnen die großen Namen des Barockzeitalters herausgesucht.

Mit dem Hauptaugenmerk auf Kammermusik für zwei Blockflöten und Basso Continuo wechselte das Quartett scheinbar mühelos die Facetten. Mal anmutend schwer im Grave-Tempo, dann heiter und fröhlich zur Allegro-Geschwindigkeit.

Vor allem Cembalistin Sevil Mammadova erntete mit einem Solo von Domenico Scarlatti viel Applaus, doch auch die übrigen Künstlerinnen Silvia Backhaus, Anna Stegmann und Fabiola Ojeda zeigten an Blockföte und Barockcello die Vielfalt von ansonsten eher unbekannten Instrumenten.

Berührender Abschluss

Der zweite Teil des Abends befasste sich ausschließlich mit dem Zeitalter der Romantik. "Die Romantik gilt als die Sprache der Töne, eine Sprache, die zum Ausdruck bringen kann, was nicht mit Worten rational zu definieren ist", schwärmte Helmut Kanter, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse. Cordula Wicks (Violine) und Florian Schmidt (Klavier) sorgten mit der mittleren der drei Violinsonaten von Johannes Brahms für einen berührenden Abschluss.

Spätestens als die letzten Laute der lieblichen A-Dur-Sonate ertönten, wusste jeder der knapp 100 Zuhörer, was Kanter mit der "Sprache der Töne" gemeint hatte. nik

Lesen Sie jetzt