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SPD fordert Frühwarnsystem

HALTERN Der Verdacht einer Kindstötung in Dorsten zeigt nach Ansicht der SPD-Fraktion, wie wichtig es ist, ein wirksames Frühwarnsystem zu installieren. „Auch Haltern ist keine heile Welt“, erklärte Fraktions-Chef Heinrich Wiengarten.

von Von Thomas Liedtke

, 20.01.2008

Der SPD-Politiker erinnerte in diesem Zusammenhang an einen Antrag, den die SPD im September eingebracht hat. Die Stadtverwaltung wird darin aufgefordert, ein Präventionskonzept zu erarbeiten, das hilft Verwahrlosung, Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. „Wichtig ist, dass jedes Kind erreicht wird“, so Wiengarten. Beispielhaft sei das so genannte Dormagener Modell, wo ein Mitarbeiter des Jugendamtes jede junge Familie mit einem Babybegrüßungspaket besucht. Bei einer derartigen Kontaktaufnahme könne den Eltern frühzeitig Hilfe angeboten werden. „Es muss nicht genau das Dormagener Modell sein“, so der Fraktions-Chef. Die Stadt Haltern könne auch ein eigens Konzept entwickeln. Wichtig sei, dass überhaupt etwas passiere. Dass dies bisher nicht geschehen ist, stößt bei der SPD auf heftige Kritik. „Wir sind uns in dieser Frage parteiübergreifend einig“, so Fraktions-Geschäftsführerin Beate Pliete, „aber es passiert nichts, weil SPD auf dem Antrag steht.“

Bahnhofsvorplatz

Noch viel deutlicher werde dies bei anderen Initiativen der Sozialdemokraten. Der Antrag, ein Konzept für die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes zu entwickeln, sei mittlerweile fast ein Jahr alt. Offensichtlich sei der gleich in die Ablage P wie Papierkorb gewandert, meint Fraktionsmitglied Horst Nolting. Ein ähnliches Schicksal habe die Forderung nach einem Energiekonzept für die Stadt Haltern ereilt. „Unsere Anträge werden schleppend oder gar nicht bearbeitet“, so Ulrich Puschmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Dabei zeige die Diskussion um den Einsatz von Rapsöl im Schulzentrum, wie wichtig es sei, ein Konzept zu haben. „Sonst rennt man der Entwicklung immer nur hinterher.“

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