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Schacht AV8: RAG will mit ihrer Logistik Großes bewegen

Lippramsdorf

LIPPRAMSDORF Der RAG Konzern möchte mit Logistik Kohle machen. „Wie auch die Bergbau-Technologie könnte sich die Logistik zu einem Exportschlager entwickeln“, sagte Vorstandsmitglied Jürgen Eikhoff auf Schacht AV 8. China hat schon angeklopft.

von Von Elisabeth Schrief

, 16.04.2010
Schacht AV8: RAG will mit ihrer Logistik Großes bewegen

Ein Logistikmitarbeiter des Bergwerks Auguste Victoria registriert angeliefertes Material unter Tage.

Die neue Stärke des Bergbaus – am Donnerstag zum bundesweiten Tag der Logistik stand sie im Mittelpunkt. Die RAG Aktiengesellschaft, das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik und der Initiativkreis Ruhr zeigten während der Veranstaltung in Lippramsdorf auf, welche Perspektiven dieser Wirtschaftssektor den Unternehmen und Bürgern der Region bietet. Werksleiter Jürgen Kroker demonstrierte nach Fachvorträgen 40 Logistik-Experten und Journalisten in 1000 Metern Tiefe am Materialbahnhof die besonderen Herausforderungen der Bergbau-Logistik.

Unter Beteiligung des Fraunhofer-Instituts Dortmund und letztlich auch der Mitarbeiter startete die RAG 2003 das Projekt „Analyse und Optimierung der gesamten Logistikkette“. „Jetzt haben wir nahezu den Servicegrad führender Stückgut-Transporteure erreicht“, erklärte Jürgen Eikhoff. Eine Einschätzung, der sich Institutsleiter Prof. Dr. Axel Kuhn anschloss. In seinem Vortrag verwies er auf den weltweiten Bedarf an erprobten Logistiklösungen für unterschiedlichste Bereiche. Für Kuhn eine klare Chance, auf der Basis der mit der RAG entwickelten Bausteine neue hoch qualifizierte Arbeitsplätze einzurichten und internationale Strahlkraft für die Region zu gewinnen. „Wir haben auf dem Bergwerk gebündelte Kompetenz entwickelt. Sie ist großartig und exportierfähig.“

Logistik hat sich zu einer eigenständigen Disziplin entwickelt. Sie stelle, so Kuhn, heute weit mehr dar, als den klassischen Dreiklang aus Transport, Umschlag und Lagerung von Gütern. Peter Lampe (Vorsitzender Geschäftsführer Initiativkreis Ruhr) bekräftigte, dass das Ruhrgebiet auf einem guten Weg ist, sich von der Old- in eine New-Economy zu transformieren und sich damit in einen starken Wirtschaftsstandort und vitalen Lebensraum zu wandeln. „Logistik ist ein Schlüsselfaktor für erfolgreiches Wirtschaften.“ Die Montanindustrie habe schon immer Großes bewegt. „Sie hat im Bereich der Logistik einen enormen Wissensvorsprung“, sagt Jürgen Eikhoff. „Es wäre schade, wenn diese Referenz 2018 verloren ginge.“