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Schatzsucher um Beute gebracht

Haltern Es sollte der perfekte Kindergeburtstag werden: Mit seinen Freunden strolchte Gastgeber Justin Badberger (7) am Sonntag durchs Unterholz im Sundern.

29.08.2007

Eine spannende Schnitzeljagd hielt die Meute bei Laune. Am Ende flossen dann dicke Tränen: Unbekannte Schurken waren den kleinen Abenteurern zuvor gekommen und hatten die Schatzkiste gestohlen.

"Das ist doch wohl die absolute Frechheit", macht Justins Mutter Melanie Reichardt ihrem Ärger Luft. Noch Tage nach dem Vorfall kocht die Wut in der 31-jährigen Halternerin hoch, wenn sie an das desaströse Finale der Geburtstagsfeier im Grünen zurückdenkt. Mit viel Liebe hatten sie und Justins Vater Marcel Badberger die Schatzsuche arrangiert. An zehn Stationen mussten die Kinder Rätsel lösen und Wettspiele meistern, um an den Code für die Kiste mit der Belohnung zu kommen.

"Nicht mal zwei Stunden vor dem Start der Schnitzeljagd haben wir die Kiste versteckt", erzählt die wütende Mutter. Abseits des Wanderwegs, unter einer Baumwurzel, verdeckt mit Ästen und Laub. Pfeile aus Sägespänen wiesen zwar in die Richtung der Stelle. Dennoch müsse jemand intensiv nach der Kiste gesucht haben. Denn ganz so leicht sei sie nicht zu finden gewesen. Reichardt: "Außerdem klebte ein Zettel darauf mit den Worten: Für Justin zum siebten Geburtstag..."

Als die Kinder vorfreudig den Schatz aus dem Erdloch unter der Wurzel heben wollten, griffen sie ins Leere. "Da war die Enttäuschung natürlich groß", erzählt die Mutter. Die Stimmung sei auch später nicht mehr zu retten gewesen.

Emotionaler Schaden

In der Kiste befanden sich Mini-Puzzles im Wert von 16 Euro und vier Euro für jedes der acht Kinder in bar - um zum Abschluss im Sundern-Hof Bockwurst und Pommes zu kaufen. Der materielle Schaden sei ärgerlich, so Reichardt, der emotionale viel schlimmer. Wie seine Eltern hat auch Justin aus der Pleite gelernt: "Nächstes Mal verstecken wir den Schatz erst zwei Minuten vor Schluss der Suche oder stellen einen Aufpasser mit einem großen Knüppel daneben!"

Insgeheim hoffen Marcel Badberger und Melanie Reichardt, dass vielleicht die blaue, mit Sternen lackierte Kiste wieder auftaucht. Ihr Vorschlag: "Die Diebe könnten sie ja freundlicherweise an der Lavesumer Straße 125 bei Nacht und Nebel vor die Haustür stellen..." wal

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