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Senioren helfen Kindern als Busbegleiter

Pilotprojekt

Seit Mitte Oktober sind in Haltern drei ehrenamtliche Busbegleiter einsatzbereit. Die Stadt und die Vestischen Straßenbahnen realisieren damit ein Pilotprojekt im Bereich der Vestischen.

HALTERN

07.11.2011
Senioren helfen Kindern als Busbegleiter

Das Foto zeigt (v.l.) Busfahrer Frank Schlüter, Hedwig Himmelmann, Karl Seine, Norbert Konegen und Marianne Mathäa.

Die Busbegleiter wurden im Oktober von den Vestischen Straßenbahnen geschult und mit entsprechenden Ausweisen ausgerüstet. Bereit erklärt haben sich dafür die Halterner Hedwig Himmelmann, Marianne Mathäa und Karl Seine, allesamt Mitglieder des Seniorenbeirates.

Sie werden ab sofort sporadisch vom Bereich Schule und Sport der Stadt eingesetzt, um möglicherweise auftretende Schwierigkeiten aufzuzeigen. „Die Begleiter sollen auch dort mit dabei sein, wo überwiegend jüngere Fahrschüler unterwegs sind. Gerade die jüngeren Fahrschüler sind in der ersten Zeit noch unsicher und deshalb vielleicht froh, wenn sie einen Busbegleiter ansprechen können, der ihnen hilft, den richtigen Ausstiegshaltepunkt zu finden. Dort, wo der Busbegleiter eingesetzt wird, werden die Busfahrer entlastet.“ Das sagt Clemens Wübbeling vom Schul- und Sportamt, der in Absprache mit der Vestischen klärt, wann und wo genau die Begleiter zum Einsatz kommen. Hedwig Himmelmann sagt zu ihren Beweggründen, dass sie sich in erster Linie um die jungen und schwächeren Kinder kümmern will, sie unterstützen möchte, sorglos in den Bus einzusteigen. Ähnlich äußert sich Marianne Mathäa: „Als langjährige Busnutzerin weiß ich, was los ist, deshalb glaube ich, dass unsere Anwesenheit nur gut sein kann.“ Gelassen geht Karl Seine an die ehrenamtliche Arbeit: „Wir schauen, was auf uns zukommt, da werden wir mal reinschnuppern.“

Norbert Konegen, Sprecher der Vestischen, bezeichnet dieses Halterner Projekt in dieser Form als bisher einzigartig. „Wir haben in Dorsten-Wulfen bereits Schüler zu Busbegleitern geschult, nun machen wir es in Haltern mit Erwachsenen, die als Mitmenschen und nicht als Hilfssheriffs handeln. Wir sind überaus dankbar dafür, und ich kann mir gut vorstellen, dass andere Städte diesem Beispiel folgen werden.“ Clemens Wübbeling ergänzt: „Uns ist wichtig, dass diese ehrenamtlichen Begleiter nicht das Unternehmen, sondern der Stadt helfen. Denn wir haben so die Möglichkeit, unseren Schulbusverkehr weiter zu verbessern.“

Wer Interesse hat mitzumachen oder auch Anregungen geben möchte, wendet sich an das Schul- und Sportamt, Tel. 93 31 97 oder Tel. 93 31 98.

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