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Sklavin Maia entführt in Luxus

Haltern Maia, eine griechische Sklavin in römischen Diensten, führte gestern Schüler des Joseph-König-Gymnasiums durch die Ausstellung "Luxus und Dekadenz".

24.08.2007

Als sich die Türen des Römermuseums um 9 Uhr öffneten, warteten die Gymnasiasten der Jahrgangsstufe 11 bereits davor.

Geschichtslehrer Franz-Josef Joemann, der diesen Jahrgang bilingual in Englisch und Geschichte unterrichtet, begleitete die Gruppe. "Mit den Elfern habe ich im Moment die Sklaverei in der Antike behandelt - das prädestiniert sie für den Besuch."

Zugleich wollte Joemann ausloten, ob die Ausstellung auch schon für die Jahrgangsstufe 6 geeignet ist.

Die Sklavin Maia führte die jungen Leute vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Geschichte durch die Räumlichkeiten. Immer wieder unterbrach sie ihre Ausführungen, um die Schüler mit einzubinden. "Woran erkennt ihr, dass die junge Frau hier noch nicht verheiratet ist?" Die zögerliche Antwort eines Schülers: "Die trägt noch keinen Ring." Das sorgte für einige Lacher, war aber falsch. Richtig wäre gewesen: Sie trägt kein Kopftuch.

Was kostete ein Sklave?

Wie viel denn ein Sklave Wert gewesen sei, wollten die Schüler wissen. Maia lieferte die Antwort: 100 000 Sesterzen seien für einen Edelsklaven fällig gewesen, ein Tisch aus Zitrusholz habe das Zehnfache gekostet. Weiter zog die Gruppe durch Bereiche mit herrlichen Gemälden und mit Rosenduft durchflutete Gärten.

Die Zwillinge Cosima und Leonie würden die Ausstellung mit Führung auf jeden Fall weiterempfehlen. Johannes fand es anfangs super, gegen Ende ein wenig langweilig. Aber: "De gustibus non est dispotandum" - über Geschmack lässt sich nicht streiten. Die meisten Schüler und Lehrer waren von "Luxus und Dekadenz" im LWL-Römermuseum begeistert.

Ob es eine Führung auch für jüngere Schüler geben wird, wollte Joemann noch nicht entscheiden. st

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