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Sondereinsatzkommando beendet eskalierten Ehestreit

Lavesum

LAVESUM Zu einem Ehestreit, bei dem zwei Schüsse gefallen sind, wurde ein Sondereinsatzkommando der Polizei am späten Montagabend gegen 23.50 Uhr in den Biko-Markt an der Merfelder Straße gerufen.

von Von Inga Tawadrous

, 27.04.2010
Sondereinsatzkommando beendet eskalierten Ehestreit

In der Nacht zum Dienstag fielen im Biko-Markt Schüsse.

„Nach einem Beziehungskonflikt ist ein 59-jähriger Mann in das Geschäft gelaufen, das er selbst betreibt, und hat sich in einem Zimmer im Obergeschoss eingeschlossen“, schildert Staatsanwalt Hans-Christian Gutjahr (62) auf Anfrage. Daraufhin habe seine Ehefrau ihre erwachsenen Kinder angerufen und ihnen von dem Streit erzählt. Als eine der Töchter wenige Minuten später in den Biko-Markt ging, um nach ihrem Vater zu schauen, fiel ein Schuss.

„Ich will bloß meine Ruhe haben“, hätte der Mann gerufen und durch die geschlossene Tür im unteren Bereich geschossen. Die Kugel blieb im Boden stecken. Verletzt wurde dabei niemand. „Wir gehen davon aus, dass der 59-Jährige tatsächlich niemanden verletzten wollte. Er wollte seine Tochter vertreiben, um eben seine Ruhe zu haben“, so Gutjahr.

Als das inzwischen alarmierte Sondereinsatzkommando eintraf, sei ein zweiter Schuss gefallen. Auch diesmal blieb die Kugel im Boden stecken. „Nicht schießen, Polizei“, hätten die Beamten laut gerufen. Der bewaffnete Mann öffnete daraufhin die Zimmertür und ließ sich widerstandslos festnehmen. „Diese Schießerei ist im Grunde genommen keine Straftat – weder ein Tötungsdelikt noch gefährliche Körperverletzung“, so der Staatsanwalt, „es sei denn, der Mann hat gegen das Waffengesetz verstoßen.“ Auch eine Anzeige wegen Sachbeschädigung komme nicht in Frage: „Der Vorfall ist ja in seinem eigenen Supermarkt passiert.“

Die Nachbarin Margot Sottek habe von dem eskalierten Ehestreit nichts mitbekommen. „Um die Uhrzeit lag ich schon im Bett und habe nichts gehört“, behauptet auch Robert Mankowski (23). Der 59-Jährige wurde am Dienstag unmittelbar nach seiner Vernehmung wieder entlassen.