Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Spannendes Spektrum

Haltern Ab und zu haderten sie mit sich selbst, standen manchmal kurz davor aufzugeben. Stießen an ihre Grenzen und überschritten sie erfolgreich.

19.08.2007

Ein Jahr lang beschäftigten sich vier Halterner Malerinnen mit der Umsetzung des Themas "Römische Zeiten im Wohlstand" in Öl und Acryl auf Leinwand. Mit professioneller Hilfe durch Ulla Höpken und Ralph Herrmann vom Recklinghäuser Atelier Artur entstanden 46 Werke, deren Ausstellung am Freitagabend im Alten Rathaus feierlich eröffnet wurde. "Domos Aurea" - "das Goldene Haus des Nero" - begleitet die Ausstellung "Luxus und Dekadenz" im Römermuseum bis zum 23. September. Neue Ansichten alter Geschichte, manchmal gewollt ironisch, humorvoll und bewusst überzogen - ein freies Spiel mit der Interpretation des Themas.

Elisabeth Apelt, Ursula Feldmann, Cornelia Kolve und Marion Krause-Kübber gelingt der Spagat, das Gestern heute darzustellen. Ratssaal und Foyer waren zum Bersten gefüllt mit Menschen. Neugierige Blicke, gedankenvolle Betrachtungen der Werke: "In den Speisesälen gab es Decken aus Elfenbein, durch die Blumen herab geworfen und Parfum versprengt werden konnte", berichtete Ralph Herrmann über den Palast Neros.

"Spannend ist die Handschrift der vier Künstlerinnen", stellte Ulla Höpken heraus. Römische Ruinen in räumlicher Illusion, ein Becken aus Stein, dem man eine Goldmünze entnehmen möchte, so real erscheint es. Fragmente von Wandmalereien und Ornamentik römischer Villen. Gewagte Formgebung bei Menschen und Tieren, rätselhaft für den Betrachter, dennoch ausdrucksstark, mit Überraschungsmomenten "Sektglas statt Feder". "Romulus und Remus" in strahlender Anmut - die Besucher der Ausstellung sammelten vielfältige Eindrücke. Die stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Kelders lobte die "vier ambitionierten Frauen als Beweis der durchaus lebendigen Kunstszene Halterns". Der Auftakt des Quartetts ist geglückt. Und wie Ursula Kelders vermutete, gehen ihm die Themen nicht aus. 2009 zum Varus-Jahr wollen die vier Künstlerinnen erneut mit einer passenden Ausstellung aufwarten. Ellen Adam

Lesen Sie jetzt