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Stadtwerke planen eine Windkraftanlage

Regenerative Energien

HALTERN Die Stadtwerke Haltern wollen sich durch die Nutzung regenerativer Energien neue Geschäftsfelder erschließen - etwa durch den Bau einer Windkraftanlage.

von Von Silvia Wiethoff

, 26.04.2010
Stadtwerke planen eine Windkraftanlage

Clemens Diekmann.

"Wir wollen nicht nur Strom abkaufen, sondern selbst in Anlagen investieren", informierteStadtwerke-ChefKlemens Diekmann. Eine Windkraftanlage unter der Regie der Stadtwerke sei bereits in Planung. Ein Jahr bis Baustart Aufgrund des Genehmigungsverfahrens könne es aber noch ein Jahr dauern, bis der Baustart erfolgt. Als Standort sei eine private Fläche im Halterner Stadtgebiet angepeilt. Sollten sich Kooperationen ergeben, kann sich der Stadtwerkechef auch ein so genanntes Bürgerwindrad vorstellen, an dem sich Kunden der Stadtwerke beteiligen. Für das weitere Vorgehen wünscht er sich eine Bündelung der Kräfte und den Konsens zwischen seinem Unternehmen, der Verwaltung, der Politik und den Landwirten, ohne deren Flächen der Bau von Windrädern nicht möglich ist. Es gebe natürlich Kritiker, die eine Verspargelung der Landschaft befürchteten. Er selbst sehe dies nicht so.

Windvorrangflächen Wie viele Windkraftanlagen vor Ort entstehen, hänge von den Entscheidungen der Politik und zum Beispiel der Einrichtung von Windvorrangflächen in Haltern ab. Diekmann setzt auf die Nutzung von Windkraft vor Ort und die Unabhängigkeit der Stadtwerke. Eine Kooperation wie sie zum Beispiel 26 Stadtwerke mit den Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerken (RWE) eingehen, die das neue Unternehmen Green Gecco gründeten und einen Hochsee-Windpark planen, sei in Haltern zurzeit nicht angedacht. "Wir wollen lieber die RWE ärgern", erklärte Diekmann.

Beteiligungsmodelle Beteiligungsmodelle für die Bürger sollen auch bei der Nutzung von Solarenergie verwirklicht werden. "Wir wollen Privatleute anregen, ihre Dächer für Photovoltaikanlagen zur Verfügung zu stellen", führte Diekmann aus. Mit der Grundschule Flaesheim und der Martin-Luther-Schule werden jetzt zwei städtische Dächer mit Photovoltaik ausgestattet. Die Kapazität reicht in Flaesheim für die Stromversorgung von elf Durchschnittshaushalten, in Haltern für knapp 15.