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Trend: Unter Schiffen tauchen

06.08.2007

Haltern Thorsten Heske Dass Jugendliche von Kanalbrücken springen, ist für die Polizei ein bekanntes Phänomen. Dabei passieren immer wieder schwere Unglücke. Redakteur Peter Fiedler sprach über das Thema mit (Foto), Leiter der Wasserschutzpolizei Datteln:

Abenteuerspielplatz Kanal: Welche Erkenntnisse hat die Polizei?

Heske: Es wird von Brücken gesprungen, auch von Brückenbögen, manchmal sogar gezielt in den Strudel der Schiffsschraube. Neuester Trend ist, unter den Schiffen hindurch zu tauchen. Entern ist bei Jugendlichen auch sehr beliebt.

Dass jemand versucht, unter einem fahrenden Schiff zu tauchen, scheint kaum vorstellbar.

Heske: Es ist in der Tat lebensgefährlich und passiert trotzdem. Zwischen dem Kiel des Schiffes und dem Grund des Kanals ist oft nicht mehr Platz als ein Meter. Ganz zu schweigen von der Gefahr, in den Sog der Schraube gezogen zu werden.

Was passiert beim Entern?

Heske: Manchmal halten sich die Jugendlichen nur am Schiff fest, manchmal klettern sie an Bord und springen wieder ins Wasser, manchmal stehlen sie auch etwas. Dabei ist es schon zu tätlichen Auseinandersetzungen mit der Schiffsbesatzung und Körperverletzungsdelikten gekommen.

Was kann man vom Deck eines Schiffen stehlen?

Heske: Ein Seil zum Beispiel, das man dann an eine Kanalbrücke binden kann, um sich vom Ufer aus über das Wasser zu schwingen.

Wo liegt die Gefahr beim Springen von Brücken?

Heske: Darin, dass man im Wasser treibende Gegenstände nicht erkennt und sich schwer verletzen kann. Bei einem Kopfsprung kann man sich auch an Gegenständen auf dem Grund verletzen. Der Kanal ist nur 3,50 m tief.

Was tut die Polizei?

Heske: Zur Sache Generell ist das Baden im Kanal nicht erlaubt. Wir wollen aber niemandem den Spaß an einer Erfrischung verderben, solange die Leute vernünftig sind. Streng verboten ist es, unter Brücken oder in der Nähe von Schiffen zu schwimmen oder gar von Brücken zu springen. In Sommern mit schönem Wetter schreiben wir 300 bis 400 Anzeigen.

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