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Urlauber stecken fest - Schildern Sie Ihre Erlebnisse!

Flugchaos

HALTERN „Das können Sie sich nicht vorstellen, was hier los ist“, meldete sich am Montag Karl Dierkes aus Fuerteventura. Der Halterner steckt auf den Kanaren fest, und es gibt noch keine Aussicht auf Besserung. <b>[Mit Formular]</b>

von Von Elke Rüdiger

, 19.04.2010
Urlauber stecken fest - Schildern Sie Ihre Erlebnisse!

Durch den Vulkanausbruch auf Island sind alle Flughäfen in Deutschland gesperrt.

Das Chaos im Luftverkehr wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans stelle tausende Touristen auf eine harte Geduldsprobe. Der Rentner nimmt es gelassen: „Ich bin zeitlich nicht gebunden und privat untergebracht.“ Aber er habe viele Familien mit kleinen Kindern gesehen. „Die stehen in Dreierreihen am Hoteltresen und heulen, weil sie sich das Hotel nicht mehr leisten können, aber auch nicht wissen, wo sie hin sollen und letztlich, wenn sie Glück haben, auf Pritschen oder Decken im Flughafen landen.“ Dierkes macht sich viele Gedanken über die Menschen um ihn herum: „Wie lange halten die Fluggesellschaften durch? Denen entgehen Millionen. Was bedeutet das für die Beschäftigte?“ Das Asche-Chaos verursache dunkle Stimmung: Viele Urlauber machen sich Sorgen: Einige haben sich abmelden können, der Arbeitgeber zeigte sich verständnisvoll, anderen droht neben horrenden Hotelrechnungen unbezahlter Urlaub. Stress ohne Ende. Da bleibt von der Erholung nur wenig über.

Das Chaos verbreite sich über die ganze Insel: „7000 hängen schon auf der Insel fest.“ Und der Informationsfluss sei schlecht. Hotlines, doch, die gebe es, seien aber permanent besetzt. Informationen sind nicht aktuell. Die Info-Bänder zeigten immer noch den Abflug an, dann käme irgendwann die Absage. Jeden Tag aufs Neue müssten die Menschen auschecken, bisher immer vergeblich – „und das Ende ist nicht absehbar. Wer weiß schon, ab heute Abend oder Mittwoch oder erst nächsten Montag wieder die Flieger aufsteigen dürfen?“

Dierkes ärgert nicht die Naturkatastrophe. „Das ist höhere Gewalt.“ Irritierend seien die gegensätzlichen Äußerungen: Umbuchen ja, nein, erst ab 3. Mai, selber zahlen, Geld wird erstattet, Flüge ersatzlos gestrichen, dann wieder nicht... Der Halterner hat seinen Rückflug um eine Woche verschoben, in der Hoffnung, dass der Luftraum wieder frei ist. So ärgerlich alles sei, „die Sicherheit ist mir wichtiger. Ich möcht’ noch ein paar Jahre leben.“