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Verkäuferin angefahren und gebissen - Bewährung

Gericht

HALTERN Panik. Unzählige Male wurde dieses Wort gestern im Amtsgericht Marl gesprochen. Panik sei der Grund gewesen, warum aus einem Einkauf in einem Halterner Schuhgeschäft letztendlich Diebstahl, Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr wurden. Die Angeklagte: Eine junge Mutter aus Haltern.

von Von Inga Tawadrous

, 22.04.2010

In der ersten Sitzung des Gerichtsverfahrens (8. April) stritt die 31-jährige Larissa H. alle Vorwürfe dickköpfig ab. Weil sie während des Einkaufs erfahren habe, dass ihre Oma verstorben sei, habe sie einfach vergessen, das eine Paar Schuhe zu bezahlen: „Ich habe nicht geklaut“. Ferner habe sie die Verkäuferin des Schuhgeschäftes, die ihre Flucht verhindern wollte, weder angefahren noch gebissen. Doch gestern legte Larissa H. zumindest ein Teilgeständnis ab. Schließlich lag der Arztbericht von der geschädigten Verkäuferin auf dem Tisch des Richters.

Alles, was sich vor dem Schuhgeschäft abgespielt habe, stimme. „Es tut mir sehr leid“, sagte sie reuemütig. Den Diebstahl wollte die 31-Jährige indes nicht zugeben. „Wir haben schon letztes Mal gemerkt, dass sie – ganz platt gesagt dazu neigen, für alles eine Ausrede zu finden“, sagte Richter und riet der Frau, auch den Diebstahl zu gestehen. Larissa H. wurde gestern zu einer Strafe von sechs Monaten und zwei Wochen auf Bewährung verurteilt. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre. Außerdem muss sie 100 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten.