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Versorgung von sterbenskranken Kindern verbessern

Expertentagung

HALTERN Die Behandlung von sterbenskranken Kindern und die Betreuung ihrer Familien stehen in dieser Woche während eines internationalen Kongresses im Könzgenheim im Mittelpunkt.

von Von Silvia Wiethoff

, 11.04.2010
Versorgung von sterbenskranken Kindern verbessern

Die Organisatoren des Kongresses Barbara Gertz (v.l.), Prof. Boris Zernikow und Wilma Henkel freuten sich über die große Resonanz aus aller Welt.

70 Mediziner, Pflegende, Psychologen und Sozialarbeiter aus 29 Ländern und allen Kontinenten wurden bereits gestern auf dem Annaberg begrüßt. Auch aus entfernten Ländern wie Costa Rica, Kanada, Indien, Ruanda oder Gambia reisten Experten nach Haltern. Organisiert wurde die Fortbildung mit dem Schwerpunkt Palliativmedizin für Kinder vom Vodafone Stiftungsinstitut für Kinderschmerztherapie an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln in Verbindung mit einem entsprechenden Lehrstuhl an der Universität Witten/Herdecke.

"Dieser Austausch unter Experten ist für uns sehr wichtig, denn nur so kann es uns gelingen, die Qualität der Versorgung flächendeckend zu verbessern", erklärte Prof. Dr. Boris Zernikow für die Organisatoren. Immer noch sei die Kinderpalliativmedizin ein Zweig, der wenig Beachtung finde, machte seine persönliche Sekretärin, Barbara Gertz, deutlich. Todkranke Kinder hätten aber ganz andere Bedürfnisse als Erwachsene.

Der normale Hausarzt sei mit der Betreuung sicher überfordert, die auch die Angehörigen der Kinder mit einbeziehen sollte. In Datteln etablierte sich rund um Zernikow ein Kompetenzzentrum für Kinderschmerz und pädiatrische Palliativversorgung. Derzeit entsteht an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik die deutschlandweit erste Kinderpalliativstation.

Eine ganze Woche lang werden die Experten aus aller Welt nun in Haltern Vorträge zum Thema hören und ihr Wissen durch praktische Übungen in der Kinderklinik Datteln vertiefen. Das Könzgenheim mit seiner hellen und freundlichen Atmosphäre biete für den geplanten Austausch die optimalen Voraussetzungen, informierte Barbara Gertz über die Standortwahl des Kongresses.