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Vom Keller zum Annaberg

Haltern Die Geschichte der VII. Station des alten Kreuzwegs begann im Jahr 1873.

26.10.2007

Damals startete der bekannte Bildhauer Heinrich Fleige, von dem auch der monumentale Kreuzweg in Kevelaer stammt, mit der Aufstellung von elf Stationshäuschen auf dem Annaberg. 1967 wurden sämtliche 14 Stationen durch moderne Steinplastiken ersetzt. Als Folge der Modernisierungsbestrebungen des 2. Vatikanischen Konzils kam eine durchaus mögliche Restaurierung des gesamten Kreuzweges gar nicht erst in Betracht.

Neun der elf Reliefs aus Baumberger Sandstein konnten gerettet werden. Die katholische Kirchengemeinde St. Sixtus überließ sie als Eigentümerin 1996 der Obhut des Bildhauers Bernd Wirtz, nachdem sie fast 30 Jahre unbeachtet in Kellern an der Goldstraße und im Alten Rathaus gelagert waren. Um 1890 hatte sein Urgroßvater die letzten beiden Stationen als Monumentalplastiken mit einer Grotte gefertigt.

Zwei der am besten erhaltenen Reliefs hat Bernd Wirtz auf eigene Kosten restauriert. Das Stationshäuschen der siebten Station - die mit dem Bismarckkopf - hat er nach alten Unterlagen und mit einer im Gebüsch des Annabergs gefundenen Giebelkrönung vollständig wieder hergestellt.

Seit April 2005 stand sie auf dem Werksgelände der Firma Wirtz an der Sundernstraße. Zahlreiche Besucher des Kommunalfriedhofes fragten sich, warum diese eindrucksvolle Sandsteinplastik dort und nicht auf dem Annaberg ihren Standort hat.

Dank der Spendenfreudigkeit der St. Sixtus-Gemeinde konnte die Sandsteinplastik jetzt wieder an ihren alten Platz zurückkehren. Dort, wo früher vor der Gastwirtschaft Schürmann die ersten drei Stationen gestanden haben, wurde sie am vergangenen Donnerstag in Anwesenheit von Pfarrer Bruno Pottebaum wieder aufgestellt. RM

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