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Handball: HSG hinter den Erwartungen zurück

SCHWERTE Mit dem Ziel, oben mitzumischen und die Top-Teams der Verbandsliga ein bisschen zu ärgern, waren die Handballer der HSG Schwerte-Westhofen in die Saison 2007/08 gegangen. Das haben sie nicht geschafft. Eine Analyse.

von Von Michael Dötsch

, 17.12.2007

Bilanz: Das Torverhältnis (393:395) ist nahezu ausgeglichen, doch mit 11:15-Punkten und dem zehnten Tabellenplatz sind die Schwerter doch ein Stück hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Vor allem die hohe Anzahl an Gegentoren (30,38 im Schnitt) ist unbefriedigend. Nur drei Teams haben noch mehr Treffer kassiert.

Die Mannschaft: Die ausgeglichene Besetzung mit vielen Variationsmöglichkeiten sollte nach Vorstellung von Spielertrainer Mischa Quass der große Trumpf der HSG sein. Einen richtig herausragenden Spieler suchte man dann im Verlaufe der Hinrunde vergebens.

Sicherlich, Spieler wie Bastian Heinrich, Niclas Kohl oder auch Sebastian Lingstädt haben durchaus Führungsqualitäten. Aber frei von Leistungsschwankungen waren sie genau so wenig wie der Rest des Teams.

Hinrundenverlauf: Damit kann man nahtlos zum Hauptproblem der ersten Serie übergehen: die fehlende Konstanz. Gleich zu Beginn wurde dies deutlich: Einem überzeugenden 25:24-Auftaktsieg gegen die hoch eingeschätzten Lüdenscheider folgte nur sechs Tage später mit der 25:33-Niederlage beim OSC Dortmund die erste Enttäuschung auf dem Fuße.

Oder nehmen wir die letzten beiden Spiele: Mit einer bärenstarken Vorstellung schickten die Quass-Schützlinge den Aufstiegsaspiranten PSV Recklinghausen nach Hause (38:31), um dann im nächsten Spiel am vergangenen Samstag beim VfL Eintracht Hagen mit 27:35 einzugehen wie die sprichwörtliche Primel.

Der Trainer: Mischa Quass genießt die volle Rückendeckung der Vereinsführung, auch wenn die Hinrunde nicht wunschgemäß verlaufen ist. In der Konstellation, dass er gleichzeitig Trainer und Torwart des Teams ist, sieht Quass nach wie vor kein Problem. Festzustellen ist aber, dass er als Keeper sicherlich schon deutlich bessere Halbserien absolviert hat als die Hinrunde 07/08.

Prognose: Mit dem Abstieg wird die HSG nichts zu tun bekommen - dazu steckt einfach zu viel Potenzial in der Mannschaft. Andererseits ist der Weg ins obere Tabellendrittel weit. So werden sich die HSG-Fans auf eine Rückrunde einstellen müssen, in der sich ihr Team in der Grauzone der Tabelle einnisten dürfte.

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