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Haushaltshilfe soll Senior getötet haben

Eine Haushaltshelferin soll einem pflegebedürftigen 87-Jährigen aus Dinslaken eine tödliche Dosis Schmerzmittel verabreicht haben. Mit einem am Freitag veröffentlichten Foto der in Untersuchungshaft sitzenden 30-Jährigen erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf mögliche weitere Fälle, teilte die Duisburger Staatsanwaltschaft mit.

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Duisburg

, 06.04.2018

Die Frau wurde im März in Baden-Württemberg festgenommen und kam in Untersuchungshaft, hieß es weiter. Die Ermittler suchen weitere Haushalte, in denen die Frau vor oder nach Dezember 2016 gearbeitet hat. Hinweise auf weitere Todesfälle gebe es bislang aber nicht, hieß es. Auch einen Zusammenhang mit dem Fall des in München unter Mordverdacht inhaftierten Hilfspflegers gibt es nach Angaben der Duisburger Ermittler nicht.

Die gelernte Frisörin aus Polen war im Dezember 2016 sechs Tage in dem Haushalt des 87-Jährigen beschäftigt, als er stürzte und ins Krankenhaus kam. Dort starb er einen Tag später. Nachdem in der Wohnung des Mannes ein nicht ärztlich verordnetes Schmerzmittel gefunden wurde, ordnete die Staatsanwaltschaft eine chemisch-toxikologische Untersuchung an. Erst Ende Februar 2018 lag das Gutachten vor. Demnach war die Konzentration des Schmerzmittels im Blut des Mannes so hoch, dass sie als Todesursache angenommen werden kann.