Hebammenbefragung in NRW gestartet

Schwangere Frauen suchen in Nordrhein-Westfalen oft lange nach einer Hebamme. Geburtskliniken müssten zeitweise die Aufnahme von Schwangeren stoppen, weil Hebammen fehlen, berichten Fachleute. Um einen genauen Überblick über den Personalmangel in der Geburtshilfe zu gewinnen, hat die Bochumer Hochschule für Gesundheit im Auftrag des Landes eine Hebammenbefragung gestartet. Auch eine Befragung von Müttern ist dabei geplant.

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Bochum

, 02.02.2018, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Hebamme hört die Herztöne eines Babys ab. Foto: Uli Deck/Archiv

Eine Hebamme hört die Herztöne eines Babys ab. Foto: Uli Deck/Archiv

„Noch ist es unklar, welche Auswirkungen die Schließungen von geburtshilflichen Abteilungen und ein Rückzug von Hebammen aus der Versorgung für die schwangeren Frauen, Gebärenden, Wöchnerinnen und ihre Familien haben“, sagte die Leiterin der Untersuchung, Prof. Nicola Bauer, am Freitag. Um Antworten auf diese Fragen zu finden, müssten zunächst Daten erhoben werden. Deshalb sollen nicht nur aktive Hebammen und Entbindungspfleger befragt werden, sondern auch Hebammen, die sich in Elternzeit befinden oder ganz aus dem Beruf ausgestiegen sind.