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38 Jahre durchs Feuer gegangen

Heek Vor 38 Jahren, am 1. Juli 1969, ist er der Freiwilligen Feuerwehr beigetreten. Nur zehn Jahre später übernahm er die Führung des Löschzugs Heek, an dessen Spitze er seitdem ununterbrochen steht. Nun scheidet Gemeindebrandinspektor Meinrad Terwolbeck wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst aus und tritt in die Ehrenabteilung über.

26.10.2007

Retten, Bergen, Löschen, Schützen - fast vier Jahrzehnte seines Lebens hat Meinrad Terwolbeck sich in den Dienst des Gemeinwohls gestellt. Und das über weite Strecken in verantwortlicher Position, nicht nur als Löschzugführer in Heek, sondern auch als stellvertretender Leiter der Freiwilligen Gesamt-Feuerwehr in der Dinkelgemeinde.

Was ihm bei der Vielzahl der Einsätze positiv oder negativ in Erinnerung geblieben ist? Das Schlimmste seien Verkehrsunfälle mit Todesopfern gewesen, von denen leider immer mehr anfielen. Auch Großbrände mit verendeten Tieren zählten dazu. Aber es sei auch oft gelungen, Tiere zu retten - wie bei einem Einsatz 28 Schweine von dem Ertrinken in einer Güllegrube.

Erfolgserlebnisse

Zu den viel wichtigeren Erfolgserlebnissen gehörten aber auch Fälle, in denen etwa ein offensichtlich bevorstehender Selbstmord habe verhindert werden können - wie zuletzt in einem Fall im Gewerbegebiet Heek-West, wo sich ein Suizidgefährdeter in einem Firmengebäude eingeschlossen hatte: Die Feuerwehrmänner kletterten von außen in das Gebäude und konnten den Mann in eindringlichen Gesprächen überzeugen, seinem Leben kein Ende zu setzen.

Notfallseelsorge

Für solche Fälle gebe es eigens Schulungen, auch sei dafür mit Pastoralreferent Harald Schneider aus Heek ein bewährter Seelsorger gefunden worden, erklärt Terwolbeck. Die Zusammenarbeit funktioniere bestens.

Insgesamt lasse sich an diesem breiten Einsatzspektrum aber auch ablesen, wie stark sich das Anforderungsprofil für eine moderne Wehr verändert habe. Auch die Ausweitung des Einsatzgebiets auf den Streckenabschnitt der Autobahn 31 bei Heek habe dazu beigetragen. Dort sei jederzeit mit "Chemieeinsätzen" bei Unfällen mit Gefahrguttransportern zu rechnen.

Kameradschaft

All diesem lasse sich nur begegnen mit qualifizierter Aus- und ständiger Fortbildung der Feuerwehrleute, entsprechender Ausrüstung und einem Fuhrpark auf aktuellem technischen Stand - und natürlich mit absoluter Verlässlichkeit durch die gute Kameradschaft innerhalb der Wehr. Beides - Kompetenz und Kameradschaft - können heute wieder ganz besonders gezeigt und gepflegt werden. mel

Die feierliche Verabschiedung Meinrad Terwolbecks beginnt am heutigen Samstag im Anschluss an eine Alarmübung um 16 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in der Stroot in Heek.

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