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Computer statt Pillenwaage

Heek Eine alte Waage mit Gewichtssteinen? Ines Kraft-Grosvenor lässt den Blick durch die Räume der Maximilian-Apotheke wandern. Sicher, die gebe es, aber nicht auf dem Arbeitstisch, sondern in der Vitrine. Dennoch wird sie fündig auf der Suche nach einem Instrument, das auch schon die Gründer der ersten Heeker Apotheke vor fast 100 Jahren benutzt haben dürften: ein Mörser.

21.08.2007

In ihm zerstampfen Apotheker - inzwischen sind in der Dinkelgemeinde neben der Maximilian--Apotheke auch die Ludgeri- und die Burgapotheke ansässig - auch heute noch Kräuter, zur Salbenherstellung etwa. Längst ist aber der Computer das wichtigste Hilfsmittel auch von Ines Kraft-Grosvenor und ihrem fünfköpfigen Team. Heute blicken die Kolleginnen zusammen mit ihren Besuchern aber nicht nur in die aktuellen Medikamentenlisten auf dem Flachbildschirm, sondern auch in die Vergangenheit. Der Anlass: Der 50. Geburtstag des Apothekengebäudes neben dem Rathaus.

Damals wechselte die Maximilian-Apotheke, die sich eben dem Bahnhof befand, von der einen auf die andere Straßenseite in einen vom damaligen Inhaber Stahl errichteten Neubau.

Damals wie heute habe die Sorge um den Patienten im Vordergrund der Arbeit gestanden, betont die heutige Inhaberin Ines Kraft-Grosvenor. Allerdings binde die Abwicklung der von den Gesundheitsreformen geforderten bürokratischen Arbeiten immer mehr Zeit, die sie lieber für Gespräche mit den Patienten nutze. "Zum Beispiel die Rabattverträge", sagt die dunkelhaarige Apothekerin und schüttelt den Kopf. Die eine Krankenkasse zahle ein Medikament, die andere aber nicht. "Die Patienten, vor allem die schon seit Jahren ein spezielles Medikament einnehmen müssen sind, sind da oft ganz perplex." Dafür gebe es aber auch bessere Medikamente als noch vor 50 oder gar 98 Jahren. sy-

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