Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Den Ahnen auf der Spur

04.01.2008

Den Ahnen auf der Spur

<p>Familienforschung ist ihr Steckenpferd (v. l.): Werner Mieling, Josef Denis und Franz Nacke mit seiner Ahnentafel, rechts Bernhard Kock und Albert Bömer. Mensing</p>

Heek Spannung, Faszination, Fantasie - das sind nicht die Zutaten zu einem mitreißenden Kinofilm, sondern zu einer ganz realen Zeitreise: Die Mitglieder der Gruppe Familienforschung/Genealogie des Heimatvereins Nienborg machen sich regelmäßig auf den Weg in die Vergangenheit und füllen unterwegs die 800-jährige Ortsgeschichte Nienborgs mit Leben.

Beeindruckt sind die Anwesenden als Franz Nacke, Ehrenvorsitzender des Heimatvereins, an einem von 23 Aktenordnern und einer handgeschriebenen Ahnentafel seine Familiengeschichte beschreibt - die wie viele andere Familien in Nienborg auch ihre Wurzeln im Adel hat. "Da stecken fast 40 Jahre Arbeit drin", so Franz Nacke. "Und wenn man einmal damit anfängt, dann hört man auch nicht auf."

Neben dem Studieren von Kirchenbüchern in Nienborg und anderen Orten hat er zahlreiche Quellen wie das Bistumsarchiv in Münster, Kreisjahrbücher oder den "Status animarum", die so genannte Seelen- oder Volkszählung von Nienborg aus dem Jahre 1750, zu Rate gezogen und vielerlei Daten in seinen selbst entworfenen Formularen festgehalten.

Hofnamen

Dabei konzentrierte er sich nicht nur auf Geburts-, Hochzeits- oder Sterbedaten, sondern er hat auch viele persönliche Dinge festgehalten, die er über die einzelnen Personen in Erfahrung bringen konnte. An einigen Beispielen werden die Darstellungen von Franz Nacke nachvollziehbar, dass Familiengeschichte und allgemeine Geschichte nicht zu trennen sind und bei der Familienforschung unmittelbar zusammengehören.

So behielten die Höfe in den Bauerschaften oftmals ihre Hofnamen, und die eigentlichen Familiennamen gerieten in Vergessenheit. Zudem gehörten die Bauerschaften Wext und Wichum viele Jahre zu Heek, so dass auch die Daten der Bevölkerung in den Kirchenbüchern in Heek und nicht in Nienborg geführt wurden. Darüber hinaus muss in die Forschung mit einbezogen werden, dass Nienborg erst im Jahre 1808 einen eigenen Friedhof erhielt und die Verstorbenen zuvor in Heek beerdigt wurden.

Nicht nur Franz Nacke ist von der Familienforschung gefesselt. Werner Mieling, der Teile seiner Ahnenforschung in den Händen hält, oder Willi Franzbach bestätigen, dass diese Arbeit spannend und faszinierend zugleich ist.

Ortsgeschichte

Mit der Verdoppelung der Zahl der Vorfahren in jeder Generation weitet sich das Bild von der persönlichen Ahnenschaft aus zur Heimatgeschichte. Und so beschränkt sich die Gruppe nicht nur auf ihre jeweilige Ahnenforschung. Sie leistet ebenso einen wichtigen Beitrag für die Ortsgeschichte, die sie auf dem Computer festhalten, wie Bernhard Kock, Vorsitzender des Heimatvereins, betont. men

Lesen Sie jetzt