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Der Treffpunkt zum Kaufen und Plaudern

Freitag ist Markttag

HEEK Marianne Wichert beginnt die Runde beim Fleisch. Gefüllter Rollbraten soll es sein. Am besten so einer wie zu Weihnachten. Und auch wenn das schon fast vier Monate her ist, weiß Martin Schlüter, der Mann auf der anderen Seite der rollenden Metzgertheke, ganz genau, was sie meint. Auf dem Heeker Wochenmarkt kennen sich Händler und Kunden eben.

von von Sylvia Lütich-Gür

, 16.04.2010

Freitag ist Markttag in Heek. Nicht nur Marianne Wichert hat den vormittäglichen Besuch auf dem Platz neben dem Eppingschen Hof fest in ihrem Terminkalender eingeplant. "Frisches Obst und Gemüse sind mir einfach wichtig", sagt Rita Epping, die gerade schräg gegenüber zwei Schälchen Erdbeeren in ihrer Einkaufstasche verstaut. Wie sie den kleinen Wochenmarkt bewertet? Die blonde Frau strahlt: "Gut, gut, gut" - ein Lob, für das ihr Obsthändler Markus Schmitt sofort einen Apfel gratis gibt. Das eine oder andere möge teurer sein als im Supermarkt, ergänzt sie, aber für die Frische sei sie gerne bereits, etwas mehr zu zahlen. Und Rat vom fachmann gibt es gratis dazu. Guter Kontakt gehört dazu

Und so manchen Scherz ebenfalls. Denn der gute Kontakt gehöre nun einmal zum Marktbummel dazu, meint Geert Barelds, der "Fischmann" unter den derzeit fünf Händlern. Den größten Andrang erwartet er erst gegen Mittag, wenn die Kunden nicht nur Zutaten kaufen, sondern auch gleich ein fertiges warmes Mittagessen dazu - in diesem Fall knusprigen Backfisch. Backfisch und dann Kuchen Wer eher Appetit auf Kuchen hat, braucht sich nur umzudrehen. Auf der anderen Seite des Platzes steht der Bäckerwagen. Angela Depenbrock hat den kürzesten Anfahrtsweg von allen Händlern. "Von der Schniewindstraße rüber", lacht die Heekerin.

Aus Gronau kommt Michael Hammer, der Experte für Textilien und Kurzwaren. "Wir pendeln zwischen Sauerland und Nordseeküste", erzählt er. Der Markt in Heek sei zwar besonders klein, aber auch besonders harmonisch. Noch schöner sei es, wenn ein sechster Kollege hinzukomme, sind sich er und seine Kollegen einig: "Käse fehlt noch."