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E-Charge an erster Elektroladesäule im Kreis Borken beteiligt

Heimische Firma

HEEK/KREIS Eine kleine Säule auf dem Marktplatz in Bocholt-Barlo stand jetzt im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Denn so unscheinbar sie auch sein mag, steckt in der ersten Elektroladesäule im Kreis Borken viel Potenzial – dafür sorgt die Firma E-Charge aus der Dinkelgemeinde.

von Von Sebastian Kabst

, 26.04.2010
E-Charge an erster Elektroladesäule im Kreis Borken beteiligt

Sascha Kock erklärt den Besuchern die Funktionen der Elektroladesäule.

Mit der Leistungsschau „Wunderbarlo“ wurde die Elektrotankstelle nun eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Zwei dreipolige 230-Volt-Steckdosen und eine siebenpolige 400-Volt-Steckdose stehen zur Verfügung, um Hybrid-Fahrräder, Elektro-Roller und -Autos zu betanken. Als Hauptabnehmer werden zurzeit vor allem die Hybrid-Fahrräder gehandelt, daher steht die Ladesäule an einer beliebten Radroute in Barlo. Momentan ist das Laden an der Station noch gratis, da sich die geringen Kosten von nicht einmal 50 Cent für ein Fahrrad nicht mit entstehenden Personalkosten rechnen würden. Um sein Hybrid-Rad aufzuladen, muss man sich mit seiner EC-Karte autorisieren und eine der drei Steckdosen auswählen. Dann wird lediglich noch das Rad angeschlossen und es wird aufgeladen. Genauso funktioniert es mit den E-Autos.

Die Bocholter Energie- und Wasserversorgungs-Gesellschaft (BEW) hat die Säule in Zusammenarbeit mit E-Charge aus Heek-Nienborg errichtet. E-Charge, eine Fachabteilung der Firma Elektro Kock GmbH und Co. KG hat sich zum Ziel gemacht, erneuerbare Energien, Intelligente Netztechnik und Elektromobilität der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Ein Schritt in Richtung Zukunft ist die Entwicklung der Elektroladesäule: Zusammen mit der österreichischen Keba AG haben die Nienborger gut zwei Jahre an der Ladestation gearbeitet. Nun ist das deutsch-österreichische Team eines von drei in Deutschland federführenden Unternehmen und arbeitet mit Hochdruck und viel Engagement an der Weiterentwicklung der zukunftsträchtigen Innovation.

Um das Ziel der Bundesregierung zu erfüllen, bis 2020 eine Million E-Autos auf deutschen Straßen zu haben, ist eine weitreichende Infrastruktur an Ladesäulen nötig, denn zurzeit ist die Reichweite der Elektroautos auf gut 150 Kilometer beschränkt. E-Charge hat den Anspruch bei der Zielerfüllung einen großen Teil mitzuwirken und Deutschland auf den Weg in eine sauberere Umwelt zu bringen.

Timo und Sascha Kock (E-Charge) präsentierten die Ladestation auf der Leistungsschau am Sonntag und beantworteten die zahlreichen Fragen der neugierigen Besucher. Besonders interessierte die Ladezeit, die durch die Schnelllade-Funktion der Akkus in den Fahrzeugen bei unter einer Stunde liegt.