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Grundstein des Neubaus bleibt auch künftig sichtbar

Kreuzzentrum

HEEK „Worauf kann man bauen?“ Pfarrer Josef Leyer könnte als Antwort auf diese Frage ganze Predigten halten. Statt dessen sagt er aber gar nichts und weist nur stumm auf ein weißes Quadrat, das sich von der rot geklinkerten Ziegelwand des Kreuzzentrums abhebt: der Grundstein – ein Kreuz.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 01.04.2010

Die Bauarbeiten für den 1,4 Millionen teuren Neubau zwischen der Kirche St. Ludgerus, dem Pfarrhaus und dem Seniorenheim neigen sich nach mehr als einem Jahr inzwischen ihrem Ende zu. An Pfingsten will die Gemeinde Einweihung feiern. Aber auch danach werden die Nutzer des Neubaus – die Besucher der Pfarrbücherei, die Vertreter der verschiedenen Senioren- und Jugendgruppe, der Kolpingsfamilie, der KAB und der anderen Vereine und Verbände nicht nur unter dem Dach der Kirche – den Grundstein weiter sehen. Er befindet sich auf der Innenseite des Gebäudes und ist vom von jedem Stockwerk aus im Treppenhaus zu sehen – nicht als Zierde, sondern als Bekenntnis: „Bewusst haben wir den Grundstein in eine tragende Wand eingefügt“, sagt Pfarrer Leyer. Der Ornamentstein mit dem Kreuz sei ein „Grundstein, der seine Tragfähigkeit zeigt“ – ganz bewusst: „Glauben heißt, auf Christus setzen und auf ihn bauen“,, sagt Leyer – das solle der Stein auch noch künftigen Generationen vermitteln, die sich einmal unter dem Zeichen des Kreuzes in dem Licht durchfluteten Neubau versammeln werden.

Der von Leyer ausgewählte Grundstein ist erkennbar älter als das Gebäude, das er trägt, vermutlich neugotischen Ursprungs. Wieder könnte der Gemeindepfarrer zu Minuten langen Ausführungen darüber anheben. Doch die Botschaft des Sandsteins ist auch ohne Worte zu verstehen: „Das Kreuz ist zeitlos, es schlägt den Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft als stets solides Fundament.“