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"Jungmänner" trauten sich

Heek Seit fünf Jahrzehnten besteht sie, die Katholische Landjugend-Bewegung (KLJB) in Ahle - entstanden in einer schwierigen Zeit, in der Durchhaltekraft gefragt war, als es darum ging, für Jugendliche und junge Erwachsene eine Vereinsstruktur zu schaffen, die kontinuierliche Freizeitangebote in einer neuartigen Form der Jugendarbeit ermöglichte.

30.12.2007

"Jungmänner" trauten sich

<p>Mit diesem aktuellen Vorstand um den neu gewählten Vorsitzenden Jan-Dirk Wittenberg geht die Landjugend Ahle ins Jubiläumsjahr, rechts im Bild Präses Pater Joy. Gausling</p>

Ein Blick in die Gründerzeit: Bei einem Treffen der "Jungmänner" aus Ahle standen sich zwei Alternativen für eine Jugendorganisation gegenüber: Die Jungbauern favorisierten die Landjugend, Jugendliche mit anderen handwerklichen Berufen sprachen sich für eine Mitgliedschaft im Kolping aus. Dafür war auch Lehrer Feldhaus. Namhafte Ahler Bürger waren damals grundsätzlich gegen eine Jugendorganisation. Ihre Argumente lauteten: "Es soll alles beim Alten bleiben" und "Die Jungs sollen zu Hause bleiben, vor allem abends".

Im Jahr 1958 wurde in der Schule Ahle II zur Tat geschritten: Gegründet wurde die männliche Landjugend (KLJB/MJ Ahle) mit dem Vorsitzenden Johann Althoff. In seiner Rede zum 40-jährigen Bestehen der KLJB 1998 sagte Johann Althoff: "Ich weiß noch genau, wie ich damals gewählt wurde. Da wurde gesagt: Wenn wir nur jemanden haben, dem wir die Post schicken können - dieses Amt hat dann zehn Jahre gedauert."

Mit der Vereinsgründung ergaben sich die Vorteile einer Versicherung bei Veranstaltungen, der Bezuschussung durch die Gemeinde und der Förderung aus Mitteln des Landesjugendamts. Die Versammlungen konnten in der Schule stattfinden, für Veranstaltungen wurde der kleine Saal der Gaststätte Wildenhues genutzt. Die Aktivitäten beschränkten sich auf die Wintermonate, denn im Sommer gab es genug Arbeit auf den Höfen. Zu den Vorträgen im Winter zum Beispiel von Polizei, Tierarzt, Amtsrichter und dem damaligen Weihbischof Tenhumberg war die gesamte Gemeinde eingeladen, es kamen bis zu 100 Zuhörer.

Viele Abendveranstaltungen endeten um 22 Uhr. Johann Althoff sagte dann: "Jetzt muss jeder nach Hause zu seinen Eltern."

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