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Knackpunkt: Klinker oder Betonstein?

Heek Bei einem Teilausbau mit getrennten Geh- und Radwegen entlang der B 70 innerorts müssten diese durch unterschiedliche Struktur und Farbe des Pflasters erkennbar gemacht werden, so der Konsens im Gremium von Rat und Planungsausschuss. An der Frage jedoch, ob dafür Klinker oder Betonsteine verwendet werden sollen, entzündete sich eine kontroverse Debatte.

18.10.2007

Neben den gestalterischen Anforderungen habe der Stein nämlich auch technische Voraussetzungen zu erfüllen, schickte Dipl.-Ingenieurin Martina Hoff vom Landschaftsarchitekturbüro Hoff aus Essen voraus und erläuterte: Die Stärke der Steine müsse ein Befahren auch mit schweren Fahrzeugen - wie etwa im Tankstellenbereich der B 70 bei Knapp stein - zulassen und entsprechend belastbar sein.

Alternativen

Neben der kostenneutralen Variante des Standardausbaus (Gehweg grau, Radweg rot) schlug Hoff zwei Alternativen vor: braun-gelben Betonstein in verschiedenen Formaten oder besandeten Klinker, variabel verlegt.

In der folgenden Diskussion erwies sich CDU-Fraktionschef Bernhard Probst als vehementer Verfechter der Klinkervariante, die seiner Meinung nach für die Region typisch sei und sich bewährt habe. Entgegen den Empfehlungen der Experten des Planungsbüros, des Landesbetriebs Straßen, der Fachfirma und des Heeker Bauamts ließ er sich nicht von den Vorzügen des Betonsteins - höhere Belastbarkeit und Lagestabilität - überzeugen.

Kostenfrage

Das veranlasste die SPD-Fraktion, Probst auch die Kostenfrage entgegen zu halten, denn in der Tat erweist sich das Klinkerpflaster als doppelt so teuer: Es würde Mehrkosten für die Kommune von 280 000 Euro gegenüber 135 000 Euro beim Betonstein verursachen.

Auch in der Frage der Beleuchtung gingen die Meinungen auseinander: Zur Wahl stehen Modelle mit wie bislang 16 hohen Masten in verschiedenen Ausführungen. Sollten die Lampen niedriger sein, würde für den gleichen Lichteffekt die doppelte Anzahl benötigt - im Detail besteht da noch einiger Klärungsbedarf für die Arbeitsgruppe, die bereits in der kommenden Woche wieder tagen wird. mel

Allgemeine Zustimmung fand das vorgelegte Konzept mitsamt Begrünung, Baumauswahl und Parkbuchten. Die Fragen der Beleuchtung und des Pflasters sollen bis zur Ausschreibung Ende des Jahres geklärt sein.

Die Gestaltungsentwürfe sind ab sofort im Rathaus einsehbar.

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