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Sozialplan steht bis Anfang April

Heek Bis zum 1. April soll er stehen, der Sozialplan für die Belegschaft von hülsta - und damit auch die Liste der 140 Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz dort verlieren werden und in die Transfergesellschaft eintreten können.

04.03.2008

Das Modell der Transfergesellschaft "perspeqtive", die auf eine mittlerweile über sechsjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann, erläuterte dem Hauptausschuss Josef Kreierhoff von der Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS). Es handelt sich bei der Transfergesellschaft - im Gegensatz zur innerbetrieblichen Transferagentur - um einen komplett neuen Arbeitgeber, der den Personalabbau sozialverträglich begleitet, auf Qualifizierungsmaßnahmen setzt und die Teilnehmer in neue Stellen zu vermitteln versucht.

Persönliche Profile

Dazu wird zunächst von jedem Mitarbeiter ein persönliches Profil erstellt, um für ihn gezielt Weiterbildungsmöglichkeiten, Qualifizierungs- oder kurzfristigere Erprobungspraktika zu finden, wie Kreierhoff erläuterte.

Begrenzt auf zwölf Monate, erhält der Arbeitnehmer in der Gesellschaft so genanntes "Transfer-Kurzarbeitergeld", das zu gleichen Teilen von der Agentur für Arbeit und dem bisherigen Arbeitgeber gezahlt wird. Wenn alles gut läuft, steht spätestens am Ende dieser Zeit ein neuer Job.

"Schwer getroffen"

"Ich bin davon überzeugt, dass bei der momentanen Wirtschaftslage über die Transfergesellschaft gute Erfolge erzielt werden können", zeigte sich Bürgermeister Dr. Kai Zwicker mit Blick auf die im Kreis äußerst niedrige Arbeitslosigkeit optimistisch. Dennoch: "Die Nachricht von der Werksschließung hat uns schwer getroffen, schließlich ist hülsta der größte Arbeit geber in der Gemeinde." Die Transfergesellschaft werde jede denkbare Unterstützung auch vom örtlichen "Service-Punkt Arbeit" erfahren, stellte Zwicker in Aussicht.

Mit diesen Ausführungen waren auch fast alle Fragen beantwortet, die die SPD-Fraktion per Antrag zum Thema eingebracht hatte. Offen blieb allerdings die Zukunft des Betriebsgeländes nach der endgültigen Schließung des Werks: "Darüber können wir wohl erst ab Ende 2009 verhandeln", so der Bürgermeister, denn bis dahin sei der Verbleib von 50 bis 60 Mitarbeitern am Standort zugesichert worden. mel

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