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Ulla Schmidt zu Gast bei der Musikakademie

Musikförderung

HEEK Kultur war nicht Ulla Schmidts Ressort, als sie noch Bundesministerin war. Doch knappe öffentliche Kassen lassen oft auch die schönen Künste kränkeln. Wie es um die Musikförderung bestellt ist, hat die ehemalige Gesundheitsministerin am Dienstagnachmittag in der Landesmusikakademie Nienborg erfragt.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 13.04.2010
Ulla Schmidt zu Gast bei der Musikakademie

Ulla Schmidt (M.) im Gespräch mit ihrem fast-Namensvetter Ernst Leopold Schmid und Stefanie Wiegand.

Auskunft gegeben hat der Besucherin aus Berlin ihr Fast-Namensvetter LMA-Direktor Ernst Leopold Schmid. Die LMA ist mittlerweile über sieben Gebäude im Ortskern verteilt. Auch inhaltlich ist die Landeseinrichtung, die 2009 ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert hat, breit aufgestellt, wie Schmidt erfuhr – von der Förderung der Lainmusik über die Musikpädagogik bis zur Begabtenförderung in speziellen Meisterkursen. Schmid betonte das starke Engagement der Akademie für die Schulen: von innen – „wir machen umfangreiche Fortbildungen für Lehrer, die fachfremd Musik unterrichten“ und von außen – etwa in der Entwicklung und Begleitung von Projekten wie „Jedem Kind ein Instrument“, die in Schulen hinein getragen würden.

Dass er trotz der erfolgreichen Arbeit auch Sorgen hat, verhehlte Schmid nicht: Die institutionelle Förderung des Akademiebetriebs durch das Land müsse sich gemäß der Belegung und der Betriebskosten entwickeln. „Die haben wir ja gar nicht alle in der Hand, da können wir noch so vorsichtig und verantwortlich mit den Mitteln umgehen“, so der LMA-Direktor. Seine Botschaft an die Landespolitik – egal, ob CDU- oder SPD-dominiert: Am Patienten Kultur dürfe nicht gespart werden.