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Weihnachtsmärchen ergreift am Ende auch "Mr. Scrooge"

23.12.2007

Weihnachtsmärchen ergreift am Ende  auch "Mr. Scrooge"

<p>Mr. Scrooge mit dem Taschengeist. Meisel-Kemper</p>

Heek Ein Volltreffer im Veranstaltungszyklus der Gemeinde Heek war der Besuch von "Mr. Scrooge" im Konzertsaal der Landesmusikakademie in Nienborg. Drangvolle Enge herrschte zur Aufführung des Weihnachtsmärchens um diesen Geizkragen, der Vorbild war für Walt Disneys Dagobert Duck. Georg zum Kley spielte ihn genauso überzeugend wie das Ein-Personen-Stück des Kölner Künstler-Theaters ist, das damit für den Kölner Theaterpreis nominiert wurde.

Ehrfurchtsvoll betrachten die Kinder den streng blickenden Herrn mit Zylinder und der Kiste mit seinen Goldstücken unter dem Arm, als er von ihnen verlangt, ihre Eintrittskarten zu zeigen. Prompt folgen sie seinem Anliegen. Schon da zeigt sich die ganze Unbarmherzigkeit des Mannes, die durch drei Geister im Laufe der Handlung geläutert wird.

Weihnachten ist für ihn kein Fest, das man feiern müsste. Kinder, die um Gaben betteln, wimmelt er grob ab. Schrullig und geizig auch gegenüber sich selbst schlürft er ein drei Monate altes Ei und knackt steinhartes Brot mit den Zähnen - symbolhaft für die Hungersnot der Zeit um 1850, als Charles Dickens die Figur des Mr. Scrooge erfand. Ein Taschengeist setzt die Läuterung in Gang, im Bett folgt ein Kissengeist, der dritte Geist ist der sensenschwingende Tod. Derart erschreckt wandelt Scrooge sich, kauft einen Weihnachtsbaum, belohnt die bettelnden Kinder unter seinem Fenster und versöhnt das Publikum mit sich durch sein neues sympathisches Wesen. emk

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