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Zur Premiere Bescherung in Bettlaken

Heek Erinnerungen an 60 Jahre Nikolausgesellschaft werden in diesen Tagen in Heek-Nienborg wach, denn seit 1947 gibt es das organisierte Nikolauswesen im Dinkelort.

04.12.2007

Dies nahm der Vorstand um den Vorsitzenden Willi Büning zum Anlass, sich mit den "Zeitzeugen" auszutauschen, die bereits zu den Anfängen vor sechs Jahrzehnten aktiv am Nikolausgeschehen mitgewirkt haben.

Zunächst gab es nach Ende des Zweiten Weltkrieges vereinzelte Gruppen junger Leute, die als Nikolaus und Knecht Ruprecht verkleidet Hausbesuche durchführten. "Dies war jedoch mehr eine Mädchenjagd", erinnert sich Franz Nacke, dass sich der Vorstand des SC Rot-Weiß 1947 erstmalig der Sache annahm und die unwürdige Nikolausspielerei beendete.

Anlaufprobleme

Bereits im ersten Jahr nahm das Nikolausfest einen ordnungsgemäßen Verlauf, obwohl viele Schwierigkeiten mit der Organisation verbunden waren: Das Geld war so gut wie wertlos. Erforderliche Bekleidungsstücke waren nur auf Bezugsscheine, die jedoch nicht zu erhalten waren, zu erlangen. "So wurden die ersten Nikolausgewänder aus weißen Bettlaken erstellt", kann sich Josef Schuckenbrock gut erinnern. "Den Ruprechtshut hatte der Pastor", wusste Hermann Piegel, dass er sich den "Bobby" bei Pastor Janmieling ausgeliehen hatte.

Es fehlt an allem

Brot und Kuchen gab es auf Marken, Obst und Süßigkeiten waren kaum zu bekommen. Und doch gelang es, alle diese durch die Notzeit bedingten Hindernisse zu überbrücken. In den Haushalten wurden Naturalien - wie im Jahr 1952 268 Pfund Mehl, 83 Pfund Zucker und 47,5 Pfund Fett - gesammelt und daraus in den sechs Bäckereien Nienborgs Spekulatius und Hefeteilchen gebacken, die dann in die Tüten gefüllt wurden.

Wegen Knappheit an Papier stellte sich in den ersten Jahren die Frage nach der Lösung des Tütenproblems. Es gelang, da Paul Mensing bei Eisen Kemper beschäftigt war: Im Tausch gegen ein Kilo Nägel konnte das für 500 Tüten benötigte Papier beschafft werden. men

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