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Huhn on Tour in Südkirchen

Hennen zu Gast in der Kita Waldwichtel

Südkirchen Zwei Wochen lang haben vier Leihhühner auf dem Außengelände der Kindertagesstätte Waldwichtel in Südkirchen gelebt. Das Projekt nennt sich „Huhn on Tour“, dient aber nicht nur dem Spaß. Wir haben Fotos von den gefiederten Gästen mitgebracht.

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Nach der anstrengenden Arbeit sollen die Kinder Zeit mit den Tieren verbringen. Da dürfen sie die Hühner auch mal streicheln – die meisten sind jedoch ganz und gar nicht kuschelbedürftig.

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In dem mobilen Haus können sich die Hühner im Urlaub wohl fühlen. Zaun, Futter und Streu werden mitgeliefert.

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Jeden Morgen wird der Stall vom Hühnerdienst gesäubert. Die Kinder sollen lernen, dass ein Tier auch eine Menge Arbeit mit sich bringt.

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Die Hennen fühlen sich sichtlich wohl bei den Kindern in der Waldwichtel-Kita und warten gespannt auf ihr Futter.

Nicht oft genug können die drei kleinen Mädchen ihre Freude ausdrücken. Sie hüpfen, tanzen und laufen quiekend ihren tierischen Freunden hinterher. Zwei Wochen waren vier Hühner im Kindergarten Waldwichtel in Südkirchen zu Gast und haben sich vom Hühnerdienst verwöhnen lassen.

Der Hühnerdienst – diesmal sind das Jasmin (6), Mathilde (4) und Hannah (3) – wird täglich ausgelost und ist tagsüber für die Pflege der gefiederten Damen zuständig.

Natürlich sei es für Kinder in dem Alter der erste Impuls, die Hühner zu streicheln und ihnen nachzurennen, erklärt Pädagogin Jennifer Wortmann. Sie sollen dennoch lernen, dass zur Tierhaltung auch eine Menge Verantwortung und Pflege gehört: „Der Hühnerdienst weckt die Hühner morgens auf, säubert gemeinsam den Stall, füttert die Tiere, gibt ihnen Wasser und sammelt die Eier ein“, sagt Wortmann.

Die Mitarbeiterinnen der Kita stehen dem Hühnerdienst dabei helfend zur Seite, die Kinder sollen aber den Großteil der Arbeit selbst übernehmen und dadurch lernen. Und das habe in den zwei Wochen auch gut geklappt. Nicht jedes Kind habe Erfahrungen mit Tieren, deswegen sei es umso wichtiger, ihnen den richtigen Umgang beizubringen.

„Sie sollen lernen, dass ein Tier nicht nur zum Streicheln und Kuscheln da ist. Jedes Lebewesen brauch eben auch Essen und die nötige Pflege“, sagt die Pädagogin – die dreijährige Hannah nickt zustimmend.

Gemeinschaftsprojekt

Ein schöner Bonus des Projekts: seit zwei Wochen gibt es zum Frühstück frische Eier aus dem Kita-Garten. Davon liegen jeden Morgen ein oder zwei Stück im Stall. „Die sind viel größer als die Eier von Zuhause und schmecken auch besser“, erzählt die 4-jährige Mathilde und präsentiert stolz ihre Ausbeute aus dem mobilen Hühnerstall.

Hennen zu Gast in der Kita Waldwichtel

Mathilde hat beim morgendlichen Hühnerdienst ein Ei gefunden.

Das habe den gleichzeitigen Effekt, dass den Waldwichtel-Kindern vermittelt wird, woher ihr Essen im Alltag stammt. Mit dem Projekt möchten die Erzieherinnen auch erreichen, dass das Verständnis und die Sensibilität für hochwertige und regionale Lebensmittel steigt.

So wie die Hühner morgens geweckt werden, müssen sie auch abends wieder „ins Bett“ zurück. Diese Aufgabe übernehmen viele Eltern, die ebenfalls das Projekt begleiten möchten.

Gegen 19 Uhr muss der Hühner-Spätdienst die vier Tiere in den Stall treiben und die Türen verschließen – damit am nächsten Tag der frisch ausgeloste Hühnerdienst mit den fedrigen Damen in einen neuen Tag starten kann.

Hühner auf Zeit

Ihre Liebe zu den gefiederten Tieren hat vor etwa 15 Jahren angefangen: Gabi Broer aus Lünen gehört das Unternehmen „Huhn on Tour“. Und damit macht sie nun schon die dritte Saison. Die Anregung stamme aus einem Fernsehbericht. Zielgruppen von Huhn on Tour seien vor allem Privatleute, Kindergärten, Schulen, Seniorenheime, Behinderteneinrichtungen und eine Kinderklinik.

Dabei sei der Mehrwert für jede Einrichtung ein ganz anderer: „Privatleute möchten sich ein Stück Landleben in ihren Garten holen oder ihren Kindern einen nachhaltigen Lebensstil nahe bringen. Dasselbe gilt für Kindergärten und Schulen. Für Senioren ist die Pflege der Tiere ein schöner Zeitvertreib“, erklärt sie im Gespräch mit der Redaktion.

Vier braune Legehennen reisen dann an mit Zaun und Hühnerhaus, Futter und Tränke, Sandbad und Streu. In der Regel bleiben sie dann ein bis zwei Wochen und danken für den gut behüteten Tapenwechsel mit den Eiern. Das freut vor allem die kurzfristigen Pfleger: Jeden Morgen frische Eier sammeln und dann essen – besonders für die Kinder im Kindergarten Waldwichtel das Größte.

Auch für den nächsten Frühling habe man schon mit einem erneuten Besuch von Gabi Broers gefiederten Freundinnen geliebäugelt. „Wir können uns gut vorstellen, dass die Hühner im nächsten Jahr wiederkommen“, sagt Jennifer Wortmann.

Die drei Mädchen im Hühnerdienst stimmen ihr jubelnd und klatschend zu. Nur Jasmin wird wohl die nächste Runde nicht mehr begleiten können – die sechsjährige wird im Sommer eingeschult.

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Nach der anstrengenden Arbeit sollen die Kinder Zeit mit den Tieren verbringen. Da dürfen sie die Hühner auch mal streicheln – die meisten sind jedoch ganz und gar nicht kuschelbedürftig.

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In dem mobilen Haus können sich die Hühner im Urlaub wohl fühlen. Zaun, Futter und Streu werden mitgeliefert.

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Jeden Morgen wird der Stall vom Hühnerdienst gesäubert. Die Kinder sollen lernen, dass ein Tier auch eine Menge Arbeit mit sich bringt.

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Die Hennen fühlen sich sichtlich wohl bei den Kindern in der Waldwichtel-Kita und warten gespannt auf ihr Futter.

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