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2500 Stunden Arbeit fürs Ehrenamt

ASCHEBERG Der Dichter Wilhelm Busch hatte seine eigene Meinung zum Ehrenamt. Ihm war Ruhe wichtiger, als der Nutzen für die Gemeinschaft. Bürgermeister Emthaus ist froh, dass sich seine Gemeinde nicht so sehr an Wilhelm Buschs Weisheiten hält.

von Von Bettina Nitsche

, 12.12.2007
2500 Stunden Arbeit fürs Ehrenamt

Dankeschönbabend der ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter auf den Recyclinghöfen.

 "Willst Du in Ruhe leben, dann lass' kein Ehrenamt Dir geben", sagte einmal Wilhelm Busch. Bürgermeister Dieter Emthaus hingegen war am Montagabend einmal mehr froh, dass sich diesen Spruch in der Gemeinde längst nicht jeder zu Herzen nimmt.

An 50 Samstagen im  Dienst

Im Gegenteil, 19 ständige Helfer und 26 Vereine schieben an 50 Samstagen im Jahr Dienst auf den Recyclinghöfen in der Gemeinde. "Das macht summa summarum rund 2300 bis 2500 Stunden im Jahr", hatte der erste Bürger hochgerechnet. Ein enorm hoher Einsatz.

Dafür bedankte sich Emthaus auch im Namen von Rat und Gemeinde, aber auch im Namen der Bürger. Denn, die ehrenamtlichen Helfer helfen gleich doppelt. Einerseits verhelfen sie den Bürgern dazu, dass diese nicht mehr benötigte Elektroteile, Holz, Bauschutt, Schreddergut und Co. kostenlos entsorgen können, auf der anderen Seite wirkt sich dieses Engagement positiv auf die Abfallkosten der Gemeinde aus. Für das Jahr 2008 können im Innenbereich bei den Abfallgebühren Einsparungen von 10 bis 13 Prozent und im Außenbereich von 3 bis 4 Prozent erzielt werden, zog Emthaus am Montagabend eine kurze Bilanz.

Rekordwert: 373 Tonnen Holzabfall

Einen deutlichen Abfall zeigte die Kurve für den Holzabfall. Mit 373 Tonnen war hier im Vorjahr ein Rekordwert erzielt worden. Aktuell liegt die Abgabemenge nun bei 250,96 Tonnen. Bis Ende Oktober wurden 94 Waschmaschinen, 41 Elektroherde, 68 Trockner und 58 Geschirrspüler abgegeben. Den größten Anteil macht jedoch der Grünabfall in der Gemeinde aus. Hier lag das Aufkommen bis zum November mit 513,79 Tonnen schon über dem Vorjahresergebnis von 476,2 Tonnen.

Der Abend endete in gemütlicher Runde und weihnachtlicher Atmosphäre, denn schließlich war es ein Dankeschönabend, bei dem dennoch zahlreiche Anregungen zu Protokoll genommen und viel über das Ehrenamt diskutiert wurde.

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