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Clemens-August: Aus Bierlaune gegründet

DAVENSBERG Das weit über das Münsterland hinaus bekannte Hotel Restaurant Clemens August feierte sein 100-jähriges Bestehen am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür.

von Von Heinz Rogge

, 06.08.2007

Es gab Speisen und Getränke für 1 Euro, live-Musik und eine große Tombola mit vielen schönen Preisen, wie einem Fernseher.

Führungen durchs Haus standen an, es wurden auch die Schauräume gezeigt mit Vorschlägen, wie festlich gedeckte Tische bei der Tauffeier, der Einschulung, bei einem bayrischen oder italienischen Abend, bei der Verlobungs- oder Hochzeitsfeier aussehen können.

Das Hotel-Restaurant Clemens August ist ein Haus mit langer Tradition. Mitte des 19. Jahrhunderts entstand das Haus aus einer landwirtschaftlichen Erwerbsstelle mit 7,5 ha Acker und Weideland in eigener Bewirtschaftung.

Klemens Frenster und seine Ehefrau Sophia erhielten 1907 die Genehmigung zur Gründung für die zweite Gaststätte in Davensberg mit drei Fremdenzimmern, die ihnen neben der Landwirtschaft als weiteres Standbein diente. Zur Gründung der Gastwirtschaft war es eigentlich aus einer Bierlaune gekommen. Die Familie Frenster, die ein Colonialwarengeschäft betrieb, hatte sonntags auch mal Alkohol ausgeschenkt. Da sich der ansässige Gastwirt beschwerte, beantragte Klemens Frenster die Konzession zum Ausschank von Alkohol. 1922 verstarb Ehefrau Sophia. Klemens Frenster heiratete im Jahr 1923 Gertrud Potthoff. 1926 bewirteten sie die ersten Sommergäste aus Dortmund, die dann alljährlich wiederkamen. 1928 wurde die Gartenwirtschaft neben der Gaststätte angelegt.

Singende Wirtin

Zur Unterhaltung der Gäste wurde im Saal eine Bühne eingerichtet und das Haus mit einem Billardtisch, Spieltisch und Luftgewehrstand ausgestattet. 1945 starb Klemens Frenster. Das Anwesen wurde 1946 an August Stattmann und dessen Ehefrau Anni, älteste Tochter des Verstorbenen, übergeben. Seit diesem Tag trägt die Gaststätte den Namen "Clemens August". 1961 entschloss sich das Ehepaar, weitere Räume über dem Saal zu bauen.

1972 verstarb August Stattmann, seine Frau Anni, die sich im Laufe der Jahre als "Die singende Wirtin" einen Namen gemacht hatte, wurde in den verdienten Ruhestand entlassen. Sohn Clemens-August und seine Frau Angelika übernahmen den Gasthof und führen ihn seitdem. Immer wurde erweitert, angebaut oder neu gebaut. Heute zählt das Haus 180 Betten sowie vier Kegelbahnen.

Das Hotel Clemens-August hat sich im Lauf der 100-jährigen Geschichte zu einer der führenden Adresse in der Region entwickelt.

Mit regelmäßigen Sonderveranstaltungen, vor allem aber mit großer Liebe zu den Gästen führen die Seniorchefs Angelika und August Stattmann gemeinsam mit Clemens-August und Anke van Freden sowie Michael Stattmann und Aggie Wagner den alteingesessenen Familienbetrieb.

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