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Der Quälgeist im Ohr

HERBERN Plötzlich ist es da: ein Pfeifen oder Klingeln in den Ohren. Meistens ist es nach kurzer Zeit vorbei und alles ist wieder in Ordnung. Was aber, wenn das Geräusch bleibt?

von Von Nicole Klein-Weiland

, 25.10.2007
Der Quälgeist im Ohr

Heinz-Theo Gremme beantwortete ´viele Fragen der Besucher.

Gut eine Millionen Deutsche leiden unter starken Ohrgeräuschen, die als "Tinnitus" bezeichnet werden. Darunter versteht man einseitig oder beidseitig auftretende Töne, Pfeifen oder ein Klopfen, das nur der Betroffene hören kann, das aber für seine Umwelt nicht wahrnehmbar ist.

In einem naturheilkundlichen Vortrag informierte Heinz-Theo Gremme am Dienstag auf Einladung der VHS in der Theodor-Fontane-Schule über Ursachen, Ausprägungen und Behandlungsmöglichkeiten des "Quälgeists im Ohr".

Mehrere Ursachen

"Viele Leute haben einen Tinnitus, aber sie sprechen nicht gerne darüber", weiß der Olfener Heilpraktiker. Stress sei einer der Hauptauslöser für Ohrgeräusche, so Gremme. "Die Entstehung des Tinnitus ist aber ein multifaktorielles Geschehen, das heißt, es sind immer mehrere Ursachen, die sich addieren", machte er deutlich. Als Folge entstehe oft ein Teufelskreis für den Betroffenen, denn je mehr dieser sich mit seinem Ohrgeräusch beschäftige, desto schlimmer werde es.

In seinem Vortrag stellte Heinz-Theo Gremme die Möglichkeiten und Grenzen einer ganzheitlich orientierten, biologischen Behandlung dar, die sich auf mehrere Komponenten stützt. So riet der Referent seinen Zuhörern unter anderem zum Erlernen von Entspannungstechniken, um Stresssituationen abzufangen und berichtete von der Möglichkeit, mit einem "Retraining" den Tinnitus zu "verlernen".

Besucher durften Fragen stellen

Zum Abschluss des Vortragsabends stand der Heilpraktiker noch für Fragen zur Verfügung. "Sie dürfen mich löchern und nerven, das macht mir gar nichts. Denn ich bekomme durch sie ja auch neue Impulse", so Gremme. Ein Angebot, dem die Besucher gerne nachkamen und den Naturheilkundler zu ihrer ganz persönlichen Tinnitus-Geschichte befragten.

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