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Dreirad aus Holz statt moderner City-Roller

Spielzeug-Ausstellung im Heimathaus Herbern

„Komm, spiel mit mir“: So heißt die neue Ausstellung des Heimatvereins Herbern, die ab dem 8. April zahlreiche Exponate zeigt, mit denen Kinder früher gespielt haben. Erwachsene können in Erinnerungen schwelgen, der Nachwuchs dürfte staunen, was es früher so alles gab.

Herbern

, 03.04.2018
Dreirad aus Holz statt moderner City-Roller

Liane und Kurt Schmitz präsentieren gemeinsamen mit Edith Budde Dreiräder aus vergangener Zeit. © Claudia Hurek

Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!“ Dieses Zitat des amerikanischen Arztes Oliver Wendell Holmes (1809-1894) passt gut zur diesjährigen Ausstellung im Museum Heimathaus Herbern.

Unter dem Motto „Komm, spiel mit mir“ gibt es ab dem 8. April zahlreiche Exponate der vergangenen 100 Jahre zu bestaunen.

Puppen und Kaufläden

„Ach das habe ich doch auch gehabt“, wird der Satz der Ausstellung werden, vermutet Liane Schmitz vom Organisations- und Aufbauteam. Gemeinsam mit Ehemann Kurt, Edith Budde, Gerda Peters sowie Barbara und Bernd Wienecke trägt sie seit Wochen altes Spielzeug zusammen.

Kinderdreiräder aus Holz, Puppen und Puppenwagen, der Nachbau einer Küchenhexe im Miniformat, ein alter Kaufladen und vieles mehr wird die Besucher zurück in ihre Kindheit versetzen.

Dreirad aus Holz statt moderner City-Roller

Ein alter Kaufmannsladen in Miniaturformat. © Claudia Hurek

Liane Schmitz, die stets vor der Ausstellungseröffnung 14 Tage ihres Jahresurlaubs opfert, um für die Besucher alles herzurichten, hat gemeinsam mit ihrem Team noch einiges zu tun.

Schätze mit ideellem Wert

„Die einzelnen Stücke müssen richtig platziert werden, Beschreibungen geschrieben und vieles mehr steht noch an“, sagt die Leiterin des Museums. Die Stücke haben für den Besitzer lediglich einen ideellen Wert und keinen finanziellen. Sie werden sorgsam gehütet und nach der Ausstellung zurückgegeben.

Hier hat die Hüterin „Alter Schätze“ auch gleich eine große Bitte: „Lassen Sie einfach die alten Sachen alt bleiben. Gehen Sie nicht mit scharfen neumodischen Putzmitteln an Dinge, die teilweise über 100 Jahre alt sind.“ Man darf den Sachen ansehen, dass sie viel und gerne bespielt worden sind.

Erste Ausstellung im Jahr 1991

1991 fand die erste Ausstellung unter dem Motto „Mit Nadel und Faden, alte Handwerkskunst“ in den Räumen des Heimathauses statt. Der Ideenreichtum der Heimatfreunde kennt seither keine Grenzen. „Verliebt, verlobt, verheiratet“, „Jakobsweg“, „Weihnachtskrippen“ oder „Heimische Hölzer“ hießen die Ausstellungen.

Alle Ausstellungen waren bunt, vielfältig, unterhaltsam und erinnerungsträchtig. Die kommende Ausstellung wird in verschiedene Themenbereiche gegliedert sein. Angefangen vom „Junge/Mädchen“-Spielzeug über Lernspielsachen, Technik, Gesellschaftsspiele bis hin zu Spielzeug für draußen gibt es viel zu sehen.

Spielzeug ohne Bling Bling

Die offizielle Eröffnung findet zum Frühlingsmarkt am Sonntag, 8. April, um 11 Uhr mit einer kleinen Feier statt. Bis 17 Uhr haben die Besucher an diesem Tag Zeit, sich in die Vergangenheit zurückversetzen zu lassen. Auch für Kinder dürfte es interessant sein, zu sehen, wie Spielzeug früher funktioniert hat – so ganz ohne Bling Bling, Tastatur, Kabel und Bildschirm.

Dreirad aus Holz statt moderner City-Roller

Viele der ab April ausgestellten Spielzeuge dürften dem ein oder anderen aus der Jugend bekannt sein. © Claudia Hurek

Das Museum ist während der Dauer der jährlichen Sonderausstellung jeden Samstag und Sonntag zwischen 15 und 17 Uhr geöffnet. Führungen für Gruppen jederzeit auf Anfrage. Telefonische Anfragen unter (02599) 74 08 10, (02599) 17 15 oder auf der Homepage des Heimatvereins.