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Ei, Ei, Ei - wie hübsch!

ASCHEBERG Der Sturm tobte und es regnete in Strömen. Kurzum: Es war ungemütlich am Wochenende. Draußen. Drinnen hatte zur Osterausstellung im Spieker des Heimatvereins der Frühling Einzug gehalten. In Gestalt von Feen, Elfen, Blumen und Vögeln, die eines gemeinsam hatten.

von Von Tina Nitsche

, 02.03.2008

Sie alle tummelten sich auf einem runden, kalkigen Untergrund, waren sie doch auf Eier gebannt. Mal groß, mal kleiner und mal nur mit Hilfe von einer Lupe zu erkennen. Die diesjährige Ostereierausstellung im Spieker des Heimatvereins bot eine breite Vielfalt, nicht nur an frühlingshaften und österlichen Motiven, sondern auch an Anregungen und Ideen.

Der Frühling lässt grüßen

Schon draußen vor dem Eingang durchbrachen die leuchtenden Farben der mit gelben und grünen Bänder verzierten Eier das triste Grau. "Der Frühling lässt grüßen", beschrieb Dichter Eduard Mörike dieses Szenario einmal treffend in einem seiner Gedichte.

Ähnlich erging es den vielen Besuchern, die am Wochenende eine leise Vorahnung von der nun anstehenden Jahreszeit bekamen. Denn Bärbel Merten und Hildegard Schlagheck verstanden es auf faszinierende Weise, mit ihren Werken bei den Gästen eine breite Gefühlspalette hervorzurufen.

Geschichten auf dem Ei

Staunend stand so mancher vor den Eiern und frage sich, wie die Künstler es wohl geschafft haben mögen, eine Geschichte auf so wunderbare Art und Weise rund zu verpacken. Denn Meister Lampe, Max und Moritz und andere Gestalten des Wilhelm Busch fanden sich mit kleinen säuberlich geschriebenen Texten auf Hühner-, Straussen, Nandu-, Enten-Tauben- und Wachteleiern wieder.

Die Eier ohne Text waren komplett rundum bemalt. Motive aus der Natur und Märchenbücher, wie Vögel, Feen und Blumen standen dabei Pate. Die Techniken, die Bärbel Merten dabei einsetzte, waren verschieden und reichten von Acryl über Tusche bis hin zu Öl oder gar Klebetechniken. Denn mit ihren Perlhuhnfedern verzierten Enteneiern betrat die Künstlerin Neuland. "Hier war ein ganz ruhiges Händchen gefragt, um die Federn zu kleben", verriet sie nur. Das Resultat: Klare Linien, die auf den ersten Blick wie gemalt erscheinen und nur bei ganz genauem Hinsehen bzw. beim Tasten fällt auf, dass es sich hier nicht um ein Gemälde handelt.

Zwiebelschalentechnik

Auf eine ganz alte Technik hingegen setzt Hildegard Schlackheck. Naturtöne überwiegen hier, hervorgerufen durch die uralte Zwiebelschalentechnik, die sehr aufwendig gearbeitet wird und durch eine spezielle Lackierung unterschiedlichste Muster offenbart.

Die zahlreichen Besucher, die von nah und fern den Weg in den Ascheberger Spieker fanden, waren nicht nur begeistert, sondern fasziniert und teilweise sogar sprachlos angesichts dieser ungewöhnlichen Kunst, die auf charmant verpackte Art und Weise in jede Ecke des Spiekers den Frühling zauberte.

 

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