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Eltern stellen Schülern ihre eigenen Berufe vor

Experten-Tag an der Profilschule Ascheberg

Wie wird man Redakteur, Lehrerin oder Landwirt? Eine Antwort darauf gaben am Montag Eltern der Profilschule Ascheberg. Sie stellten den Schülern 15 verschiedene Berufe zur Berufsorientierung vor. Auch Dirk Krampe, Redakteur bei den Ruhr Nachrichten, war dabei. Er berichtete über Besonderheiten der Branche.

Ascheberg

, 19.03.2018
Eltern stellen Schülern ihre eigenen Berufe vor

BVB-Reporter Dirk Krampe erklärt den Profilschülern die Aufgaben eines Journalisten und welche Voraussetzungen sie für den Beruf mitbringen müssen. © David Reininghaus

Die Berufswahl soll weder Zufall noch Notlösung sein. Damit es auch gar nicht so weit kommt, möchte die Profilschule Ascheberg frühzeitig über verschiedene Berufsmöglichkeiten informieren. Dazu gehört der Experten-Tag, der am Montag Premiere feierte. Eltern der Schüler stellten den Achtklässlern 15 verschiedene Berufe vor.

Berichte des BVB-Reporters

Mit dabei war auch Dirk Krampe. Er ist langjähriger Sportredakteur im Medienhaus Lensing und schreibt vor allem über den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Das ist gerade für die Jungen interessant, doch auch zwei Mädchen mischen sich in die Runde.

Krampe schildert eindrucksvoll, welche Voraussetzungen die Schüler mitbringen müssen, um Journalist zu werden. Neben dem Abitur und guter Rechtschreibung ist heutzutage ein Studium fast obligatorisch. Seiteneinsteiger gibt es zwar nach wie vor, sie sind aber seltener als früher.

Der Job verändert sich

„Macht der Job Spaß?“, fragt ein Schüler. „Ja“, antwortet Krampe blitzschnell. „Ich gehe gerne raus und rede mit Menschen.“ Kontaktfreudigkeit zählt ebenfalls zu den Grundvoraussetzungen des Berufs.

Krampe spricht auch über Veränderungen durch die Digitalisierung. „Heute steht man auch als Reporter vor der Kamera. Da muss man sich zunächst überwinden“, sagt er und berichtet, wie er vor einem Spiel gegen den VfL Wolfsburg vom TV-Sender Sky interviewt wurde. „Das war ungewohnt, aber auch aufregend.“

Keine festen Arbeitszeiten

Krampe weist die Schüler darauf hin, dass es keine festen Arbeitszeiten gibt. „Wir können nicht gehen, bevor die Seiten nicht fertig sind.“ Klingt logisch, denn dann gäbe es ja am nächsten Tag nur eine halbfertige Zeitung zu kaufen. Außerdem gewährt er Einblicke in die Branche: „Man erfährt nicht immer alles.“

Das gelte zum Beispiel für die derzeitige Verletzung von Mittelfeldspieler Shinji Kagawa. „Er ist ein wichtiger Spieler für Japan und ich habe die Vermutung, dass er es nicht zur Weltmeisterschaft schaffen wird“, so Krampe. Doch wie wird man jetzt eigentlich Journalist? Ganz wichtig ist die praktische Erfahrung.

Interesse geweckt

„Eine Schülerzeitung wäre ein guter Anfang“, gibt Krampe den Schülern mit auf den Weg. Jeannas Interesse an dem Beruf hat sich nach der Fragerunde mit dem Experten auf jeden Fall verstärkt, wie sie sagt.

Und Jesse kann sogar schon von seinen ersten Erfahrungen berichten: „Ich interessiere mich sehr für Sport. Bei einem Projekt habe ich einmal die Geschäftsführerin des THW Kiel interviewt. Ich glaube, dass mir der Beruf viel Spaß macht.“

Praktikum als Ergänzung

Die Berufsorientierung wird in dieser Woche noch durch ein Tagespraktikum ergänzt. Den Abschluss bildet ein Austausch der Achtklässler mit den Neuntklässlern, die von den Erfahrungen ihres dreiwöchigen Praktikums erzählen.

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