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GPS-Empfänger weist den Weg

HERBERN Die Pilgerroute des Jakobsweges in unserer Region, die von Münster bis Werne führt, wird zur Zeit von dem Münsteraner Günter Ruland, dem ehrenamtlichen Wegewart des Westfälischen Heimatbundes beschildert.

von Von Heinz Rogge

, 03.10.2007
GPS-Empfänger weist den Weg

Das vom Heimatverein wiederhergestellte Begrüßungsschild von Münster kommend, zeigt die selbstgefertigte Jakobsmuschel, das Zeichen des Jakobsweges.

Insgesamt 100 Kilometer erkundet und kennzeichnet er zu Fuß. In vier Wochen soll die gesamte Strecke der Route lückenlos ausgezeichnet sein, schätz Günter Ruland. Wenn das Wetter mitspielt, bewältigt er schon Strecken von zehn Kilometern und mehr an einem Tag.

Das Pilgern aber überlässt er lieber anderen. Er sieht sich mehr als Wegbereiter.

Unverzichtbar auf jeder der Etappen ist sein GPS-Empfänger, der ihn zuverlässig jede Stelle punktgenau meldet, an der ein Weghinweis angebracht werden muss. Wie und wo genau Markierungen den Weg weisen, gibt der Westfälische Heimatbund vor.

Ulrike Spichal aus Münster hat im Auftrag der Altertumskommission für Westfalen den historischen Pilgerweg von Osnabrück bis Wuppertal-Beyenberg erforscht und dokumentiert. Vor fünf Jahren hat sich die Projektleiterin Ulrike Spital erstmals auf Spurensuche begeben. So hat sie sich auch dreimal mit Vertretern des Heimatvereins Herbern, der Jakobi-Bruderschaft und des Verkehrsvereins Ascheberg in Herbern getroffen und ist die Wegführung von der Rieth in Drensteinfurt kommend, durch die Bauerschaft Forsthövel, zur Pfarrkirche St. Benedikt Herbern mit der schon eingerichteten Stempelstelle, vorbei am Schloss Westerwinkel bis zur Hornequelle mit dem Fahrrad abgefahren.

Doch die Eröffnung des westfälischen Jakobsweges wird definitiv nicht mehr in diesem Herbst stattfinden, bedingt durch das schlechte Wetter und Änderung der Durchführungsordnung zum Landschaftsgesetz. Die Eröffnung wird im Frühjahr, im schönen Schloss Westerwinkel gefeiert.