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Keine Mehrheit für Ortsumgehung

HERBERN 62 Prozent der befragten Bürger sprechen sich für den Erhalt des jetzigen Zustandes aus, 27 Prozent wünschen sich eine Ortsumgehung (OU), 11 Prozent haben ihre Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen.

von Von Wolfgang Gumprich

, 10.03.2008
Keine Mehrheit für Ortsumgehung

Dieses Umfrageergebnis legt die UWG jetzt vor; insgesamt haben sich 45 Herberner Bürger bislang daran beteiligt, ein Ergebnis, das die UWG als "repräsentativ" bezeichnet. Im Vergleich bezieht sie sich auf Erhebungen unserer Zeitung aus dem Dezember 2007.

Die UWG, so heißt es in der Erklärung, habe nun umfangreiche Informationen darüber, was die Herberner zur Ortsumgehung denken und welche Fragen sie beantwortet wissen möchten.

An erster Stelle stehen für die Befragten die Konsequenzen für den Ortskern. Viele versprechen sich von der Umgehungsstraße eine Entlastung des Dorfes, aber es bestehen Zweifel, ob nicht ein Großteil des Verkehrs seinen Ausgangspunkt und / oder Zielpunkt im Ort hat.Auswirkungen auf kommunale Wirtschaft?

Mehr als die Hälfte der Befragten greift die Fragestellung auf, inwieweit die Ortsumgehung Auswirkungen auf die kommunale Wirtschaft hat. Die meisten Antworten vermuten vornehmlich negative Folgen für die Gewerbetreibenden. Jedoch verknüpfen 28 Prozent aller Befragten die Entwicklung der kommunalen Wirtschaft eng mit der Frage nach der Trassenführung: viele glauben, dass eine Anbindung des Industriegebietes sinnvoll sei.

Die bisher veranschlagten Kosten von 5 bis 6 Millionen Euro bereiten 14 Prozent der Befragten "Bauchschmerzen", wie die UWG schreibt. Sie sähen das Geld lieber in der Schaffung von Arbeitsplätzen.

Die Zerschneidung der Landschaft wird vor allem von den Gegnern der Umgehungsstraße als ein wichtiges Argument gegen die Umgehungsstraße gesehen.

 Widersprüchlich sind die Aussagen zur Verkehrssicherheit: Neigen die Befürworter der neuen Trasse dazu, sich eine höhere Sicherheit z.B. für die Kinder zu versprechen, so sehen die Gegner eher die Gefahren, die durch eine weitere Straße entstehen. Fast gänzlich ungenannt bleiben Vermutungen, inwieweit sich eine Ortsumgehung auf den zurzeit wachsenden Tourismus auswirken könnte. Ein Befragter wies auf die Entwicklung des LKW-Verkehrs (Stichwort: Mautflucht) hin.

Als Alternative zu einer Ortsumgehung wiesen 13 Befragte auf bestehende Busverbindungen hin oder darauf, dass die A1 bereits eine sehr gute Umgehungsstraße für Herbern sei. Die Befragung sieht die UWG noch nicht als abgeschlossen an. Der Fragebogen zum Ausdrucken steht auf der UWG-Homepage. Ausgefüllte Bögen an Toni Brockmeier, Talstraße 1, 59387 Herbern oder Katharina Heinen, Talstraße 6, 59387 Herbern schicken.

 

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