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Keine Zeche in Herbern

HERBERN Eine „vorläufige Pause“ beim Planungs und Genehmigungsverfahren für das neue Steinkohle-Bergwerk Donar hat die Deutsche Steinkohle AG (DSK) bekannt gegeben. Somit wird es vorerst keine Zeche auf Herberner Gebiet geben. Einige Lokalpolitiker sehen die Bergwerks-Pläne damit begraben.

von Von Bettina Nitsche und Jürgen Koers

, 14.12.2007
Keine Zeche in Herbern

Das Bergwerk Donar wird vorerst nicht kommen.

Das Bergwerk sollte nach Vorstellungen des DSK ohne staatliche Subventionen geplant, errichte und betrieben werden. Der angekündigte private Investor hat sich jedoch offenbar bis heute nicht gefunden.

„Eine gute und längst überfällige Nachricht“ nannte FDP-Landtagsmitglied Dr. Stefan Romberg die Entscheidung. Damit habe endlich auch die DSK eingestanden, dass subventionsfreier Steinkohlebergbau unter den hiesigen geologischen Bedingungen nicht machbar sei.

„Ausgesetzt heißt noch nicht, dass das Thema vom Tisch ist. Wir hätten gerne einen endgültigen Bescheid, damit die Bürger Klarheit haben“, gibt sich Heinz Reher, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender mit der „Pause“ noch nicht zufrieden.

Leyers: "Wir betrachten die Pläne als gescheitert"

„Ich bin darüber erfreut“, kommentierte FDP-Ortsvorsitzender Peter Leyers.  „Allerdings“, so Leyers, „schätze ich die Lage so ein, dass der Bergbau damit begraben ist, wenn das Projekt schon zum jetzigen Zeitpunkt ins Stocken gerät. Kurz gesagt: Wir betrachten die Pläne als gescheitert.“

Auch UWG-Chef Hans-Werner Schlottbohm glaubt, das Thema abhaken zu können: „Wir haben gehofft, dass das Projekt an der Finanzierung scheitert“, so Schlottbohm.

Die Planungen der DSK waren von Beginn an kritisch beäugt worden, da mit dem Ausstieg aus den Kohlesubventionen der Steinkohlebergbau zur Energiegewinnung nicht zukunftsträchtig sei. Darauf hatten auch die Bürgermeister aus Ascheberg und Drensteinfurt mehrfach hingewiesen.

Neuausrichtung des Evonik-Konzerns

Bisher wurde das Verfahren aus Erträgen des so genannten „weißen Bereichs“ des heutigen Evonik-Konzerns finanziert. Diese Möglichkeit entfällt dort nach der Neuausrichtung des Konzerns und der Trennung in einen „weißen“ und einen „schwarzen“ Bereich. Bis es eine Lösung gebe, das weitere Verfahren zu finanzieren, wird das Unternehmen die Planungen unterbrechen. An der grundsätzlichen Absicht zur Realisierung des Bergwerks Donar hält das Unternehmen aber zunächst fest.

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