Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Münsterland-Entsorgung kontrolliert Gelbe Tonnen

Zuviel Müll

ASCHEBERG Die Bürger in der Gemeinde Ascheberg sind Spitzenreiter bei der Müll-Produktion verglichen mit dem Landesdurchschnitt. In den Gelben Tonnen steckt häufig Müll, der gar nicht hinein gehört. Den Bürgern steht deshalb eine neue Welle an Konrollmaßnahmen bevor. Dies hat die Münsterland-Entsorgung, ein Tochterunternehmen der Remondis GmbH, jetzt gegenüber der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) angekündigt.

15.04.2010
Münsterland-Entsorgung kontrolliert Gelbe Tonnen

Falsch sortiert, zunächst kommt eine Plakette mit dem entsprechenden Hinweis auf die Tonne.

Ab sofort sollen demnach zunächst im südlichen Kreisgebiet, also auch in Olfen und Nordkirchen  die zur Abfuhr bereitgestellten Gelben Tonnen kontrolliert werden. Entspricht der Inhalt nicht den Vorschriften, wird der Behälter zunächst nicht geleert.

Über einen Aufkleber soll der Benutzer über sein Fehlverhalten informiert werden. Bis zur nächsten Abfuhr hat er dann Gelegenheit zum Nachsortieren, unterbleibt diese, muss damit gerechnet werden, dass der Behälter für einen Zeitraum bis zu einem halben Jahr eingezogen wird. Betroffene Bürger können in der Zwischenzeit auf Gelbe Säcke ausweichen. Auch hier gilt jedoch die Pflicht zur richtigen Befüllung. Ein Missbrauch stellt letzen Endes eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld belegt werden kann.   Seit Ende 1992 erfasst Remondis im Auftrag der Hersteller und Vertreiber von Verpackungen privatrechtlich leere Verkaufsverpackungen. Inzwischen hat sich die durchschnittliche Sammelmenge im Kreis von anfänglich 18 Kilogramm (1993) auf inzwischen 45 Kilogramm pro Kopf in 2009 erhöht.

Lüdinghausen, Nordkirchen und Olfen weisen sogar Werte über 50 Kilogramm auf; Spitzenreiter ist die Gemeinde Ascheberg mit über 54 Kilogramm. Das sei nach Auffassung des Entsorgers zu viel. Ein Teil dieser Mengen müsse sich daher aus nicht für die Gelben Tonnen zugelas-senen Abfällen zusammensetzen, vornehmlich aus Restmüll. Hier spare der Nutzer am teuren Restmüllbehälter zugunsten der kostenlos erhältlichen gelben Tonnen. Nach Auffassung der WBC mag dies vereinzelt zutreffen, ein Grund scheint jedoch vielmehr zu sein, dass es deutlich mehr zulässiges Verpackungsmaterial gibt als offiziell gemeldet.

Gegen den Missbrauch der Behälter spricht schlussendlich die sonst so vorbildliche Trennung in den Bereichen Biotonne, Altpapier, Altglas und Sperrmüll mit ebenfalls weit über dem Landesdurchschnitt liegenden Quoten. Die Bürger praktizieren die erforderliche Abfalltrennung weitgehend sehr gut.

  • Das gehört in die Gelbe Tonne
  • Das darf nicht in die Gelbe Tonne