Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ohne Schuhwerk durch NRW

HERBERN Er braucht die Arbeit, die Herausforderung. Und geht konsequent bis zum Ende - auch wenn er das Wetter für Ende August ursprünglich etwas besser eingeplant hatte. Oliver Uschmann geht auf Lesereise. Barfuß.

von Von Meike Jotzo

, 22.08.2007
Ohne Schuhwerk durch NRW

Oliver Uschmann hat sich stolze 300 Kilometer Wanderweg vorgenommen. Und das barfuß.

300 Kilometer durch ganz NRW tragen ihn seine blanken Füße. Und Uschmann trägt seinen neuen Roman: "Wandelgermanen". Diese ausgedachten Charaktere, Siegmund, Ernst, der Ex-Kölner Manfred und der stupsnasige Hans, sind voller Respekt vor der Natur. Sie durchwandeln sie und spüren sie - vor allem mangels fehlender Schuhsohlen.

Gesund für den Rücken

Genau das möchte Oliver Uschmann jetzt auch: "Soll ja auch gesund für den Rücken sein", meint er fröhlich. Morgen geht es los, heute startet er um 20 Uhr mit der ersten Lesung in der Buchhandlung Angelkort (Südstraße 13). Dann erfährt der Zuhörer, wie sein WG-Mitbewohner Hartmut und er aufs Land ziehen. Und einige böse Überraschungen erleben.

Oliver Uschmann selbst lebt jetzt seit zwei Jahren in Herbern. Nach Studium in Bochum und Arbeit in Berlin sollte es mal etwas dörflicher sein. Wie die Figur in seinem Roman sehnte sich auch Uschmann nach einem Leben im Grünen: "Allerdings ist mir Herbern immer noch nicht abgeschieden genug", verrät der Autor und Journalist. Am besten fände er ein Haus mitten im Wald.

Letzte Provokation

Zusammen mit seiner Freundin Sylvia Witt entwirft er Charaktere und Handlungsstränge seiner Bücher - und solche verrückten Ideen wie eine Lesereise ohne Schuhe. Das Barfußgehen der Wandelgermanen hat wie der Umzug einen realen Bezug: Es gibt sie, die Barfußgeher. "Das ist eine der letzten Provokationen, die es noch gibt", meint Uschmann, "wer überall tätowiert ist, fällt kaum noch auf." Die Barfußgeher treffen sich im Internet. Der Webmaster wird dem tapferen Autor an zwei Tagen zur Seite stehen - und ihm den ein oder anderen hilfreichen Tipp geben.

Lesen Sie jetzt