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Schnäppchenjäger auf der Pirsch

ASCHEBERG Das Warenangebot stand vorher gar nicht fest. Pünktlich um neun Uhr rollten dann Korbsessel, Fernsehtische, Kleinmöbel, Vasen, Glasartikel, Geschirr, Kinderwagen, Sportartikel und noch vieles mehr auf den Realschulhof.

von Von Tina Nitsche

, 14.10.2007
Schnäppchenjäger auf der Pirsch

Als die Warentauschbörse zu Ende war, begannen die Helfer mit dem Aufräumen. Übrig gebliebene Artikel wurden nach verschiedenen Kategorien wie u.a. Papier und Elektroschrott sortiert dann auf den Anhänger geladen und zum Bauhof gebracht, wo sie entsorgt wurden.

Hier fand die 22. Warentauschbörse statt und die war auch am Samstag wieder einmal bestens besucht. Die Leute kamen und gingen, mal zu Fuß, mal mit dem Fahrrad und meistens mit dem Auto. Alle brachten Artikel hin und nahmen oftmals auch wieder welche mit. Ein wahrer Tauschhandel und der florierte bestens. Teilweise wechselten die Artikel direkt aus dem Auto heraus den Besitzer. Auffällig, so stellten die Organisatoren CDU und Junge Union fest: Es waren erstaunlich viel gut erhaltene, ja zum Teil kaum benutzte Waren im Angebot. Zudem wurde eine große Auswahl an den unterschiedlichsten Dinge geboten. "Und am meisten freut es mich dabei, dass die Leute sich die Mühe machen, die Sachen hierhin zu bringen, anstatt sie zu Hause im Restmüll zu entsorgen", erklärte Maria Schulte-Loh, die mit Ludger Wobbe die letzte Arbeitsschicht übernahm.

Wechselschicht

Denn wie immer bei den Tauschtagen schoben auch am Samstagmorgen jeweils zwei Leute der CDU bzw. Jungen Union im Wechsel Dienst. Der letzten Schicht oblag es dann allerdings auch wieder für Ordnung zu sorgen. Und das nahmen die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Schulte-Loh und Ludger Wobbe sehr genau. Während Wobbe schon einmal den Anhänger vorfuhr, machte Schulte-Loh sich ans Sortieren.

Ordentlich entsorgt

Die Sachen, die keinen neuen Besitzer mehr fanden, wurden nämlich ordentlich entsorgt. Ein Karton mit Altpapier, einer für Restmüll, einer für Elektrosachen, so reihte sich hier Karton an Karton aneinander und füllte sich langsam. Mal mehr, mal weniger. Ab und zu kam noch ein Schnäppchenjäger und wurde sogar fündig, andere, die hier schon den ganzen Morgen verbracht und das Auto eigentlich schon voll hatten, blieben auch erst einmal. Und warteten. Schließlich kann man nie wissen. Maria Schulte-Loh ließ sich dadurch nicht beirren und sortierte weiter.

Auto voll - Bedarf gedeckt

Ein paar Schuhe wanderten in einen neuen Karton. "Die sind gut erhalten, die bringe ich nach Herbern für die Rumänienhilfe", unterbrach sie kurz ihre Arbeit, um das Paar Schuhe noch einmal genauestens zu inspizieren. Mittags war es dann geschafft auch der letzte Artikel landete in einem Karton. Die letzte Besucherin nahm das zum Anlass und verabschiedete sich: "Mein Auto ist voll, mein Bedarf ist gedeckt". Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn in ihren Wagen passte wirklich nichts mehr rein. Ein buntes Warenangebot türmte sich auf den Sitzen und im Kofferraum.