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Von der Strecke auf den Tisch

HERBERN Nichts ist mehr so, wie es früher einmal war. Hetze, Eile, Stress und Schnelllebigkeit prägen unsere Zeit. Und in der Vorweihnachtszeit wird alles noch viel schlimmer.

von Von Bettina Nitsche

, 21.12.2007
Von der Strecke auf den Tisch

Nachdem die Hasen erlegt sind transportieren Heinrich Selhorst, Martin Koch und Georg Struhkamp (v.r.) sie zur Wildstrecke.

Und das in vielfacher Hinsicht, sogar was das Festtagsessen anbelangt. Das haben auch die Jäger des Hergerings Herbern festgestellt. Damals als die Menschen sich noch von der Strecke weg, Hase, Fasan und Co. geholt haben. "Heute nimmt kaum noch einer einen Hasen aus, geschweige denn, dass er ihm das Fell über die Ohren zieht", hat Joachim Westhues, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit des Hegering Herbern, festgestellt.

Nach vier Tagen gut abgehangen

"Aber", erklärt er weiter, "die Jäger heute haben den Anspruch hygienisch sauberes Lebensmittel zu vermarkten." Und da gehen die Grünröcke mit der Zeit. Das Abziehen, Rupfen und Ausnehmen der erlegten Tiere passiert in der Landschlachterei Hof Kalmheim in Waldstedde. In den großen Kühlschränken der Wildküche im Baakenfeld wird das Wild dann gelagert. "Nach vier Tagen ist es dann gut abgehangen und kann dann vermarktet werden", so Westhues.

Um den Komponenten, wie Stress, Eile und keine Zeit Rechnung zu tragen, haben sich die Jäger etwas einfallen lassen. Der Koch der Ascheberger Breilklause, Benedikt Schulze-Frenking, hat Hasenragout zubereitet. Und dieses wurde dann fix und fertig zum Verkauf angeboten. "Es war der Renner", freute sich Westhues und all diejenigen, die nun Appetit bekommen oder noch eine Leckerei für die Festtage suchen, werden an dieser Stelle enttäuscht. Denn das fertige und von Meisterhand zubereitete Ragout ist längst ausverkauft.

Wild liegt im Trend

"Aber Privatleute können sich jederzeit an die Jäger wenden, die helfen auch zu dem Thema Festtagsbraten gerne weiter", gibt Westheus einen Tipp für die Zukunft. Denn schließlich ist es bekannt, das Wild zu besonderen Anlässen wie dem Weihnachtsfest, mehr als im Trend liegt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die heimische Gastronomie in ihren Menükarten vorzugsweise auf Wild aus der heimischen Region setzt. Und das natürlich auch zur Weihnachtszeit für all diejenigen, die aufgrund von Stress und Hektik, lieber Essen gehen wollen, als selbst zu kochen.

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