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Wolfgang Tietze ist weiterhin sozial engagiert

70. Geburtstag

HERBERN "Jetzt bin ich Rentner", schmunzelt Wolfgang Tietze und greift nach einem Lageplan. Arbeiten tut er dennoch. So wie er es sein Leben lang getan hat. Mit viel Einsatz, großem Engagement und noch mehr sozialem Verständnis.

von Von Tina Nitsche

, 10.04.2010
Wolfgang Tietze ist weiterhin sozial engagiert

Wolfgang Tietze ist es u.a. zu verdanken, dass die Ascheberger Tafel nun über ein neues Kühlhaus verfügt.

Für seine soziale Einstellung ist Wolfgang Tietze, der am 10. April 1940 in Breslau geboren wurde, bekannt. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. "Das habe ich wohl meinem Großvater zu verdanken", sagt er. Sein Großvater hat die Vaterrolle bei dem heute 70-Jährigen eingenommen. "Mein Vater geriet in Kriegsgefangenschaft und ist 1946 im Ural gestorben." Sein Großvater war es auch, der bei ihm die politische Neugierde weckte. "Er war SPD-Mann und selbst als er nicht mehr in der Partei war, schleppte er mich immer mit zu den Versammlungen", lächelt Tietze, der 1946 nach Herbern kam und seitdem dort zu Hause ist. Im Münsterland wirkte er mit großem politischem Engagement. "Er war ein kompetenter, zuverlässiger, immer bescheidener und sehr fleißiger Kommunalpolitiker", beschreiben politische Weggefährten sein Wirken.

  1969 übernahm der den SPD-Fraktionsvorsitz in Herbern, den er 1975 nach der kommunalen Neuordnung in der Gemeinde Ascheberg ausübte. Gleichzeitig war er für die SPD im Kreistag. Von 1980 bis 1999 war er stellvertretender Landrat. Zudem war er in vielen anderen politischen Gremien vertreten.

Er ist der Dienstälteste im Aufsichtsrat der Kreissiedlungsgesellschaft, Gründungsmitglied der AWO Kreis Coesfeld und saß rund 30 Jahre im Verwaltungsrat der Sparkasse.

Die Welt mit ihren guten und schlechten Seiten hat er als Geschäftsführer des Werner Pharmaunternehmens "Hefa-Frenon" und der Tochter "Sanavita" kennen gelernt. Dadurch reiste er durch viele Länder, knüpfte Kontakte, verkaufte Medikamente und sah oft das Leid in der Dritten Welt. Seine Kontakte nutzte er sinnvoll zum Wohle anderer, weil er sich Gedanken machte, ständig über den Tellerrand schaute und auf diese Weise viel bewegte.Partnerschaft mit Rheinsberg   Auch die Patnerschaft mit Rheinsberg ist ihm zu verdanken, denn berufliche Beziehungen in die DDR unterhielt er schon, als die Mauern noch standen. "Rheinsberg hatte ein Schloss, wir in Herbern haben ein Schloss, was lag da näher als eine Patnerschaft?" so Tietze. "Ich bin ein glücklicher Mensch", sagt er von sich und begründet damit sein großzügiges Wirken. Heute nimmt ihn die mit seiner Frau Inge 2007 gegründete Stiftung zeitlich sehr in Anspruch. Dabei beschäftigt sie momentan eine Mittelschule in Trakehnen. "Die muss umfassend saniert werden", klopft Wolfgang Tietze auf den Lageplan. Eine Investition von rund 200 000 Euro. An seinem Geburtstag arbeitet Wolfgang Tietze nicht. Mit 114 Gästen bei Baumhoves in Werne. Wünsche hat er keine. "Gesundheit, ansonsten bin ich wunschlos glücklich", gibt er sich wie immer bescheiden.