Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Herz oder Verstand?

Ahaus Herz oder Verstand - Teilnahme an der Relegationsspielrunde zur ersten Inlineskater-Hockey-Bundesliga oder Verzicht und Zweitliga-Verbleib? Die Ahauser Maidy Dogs stehen vor einer Gewissensfrage.

Auch wenn das Zweitligateam des Ahauser Skate-Vereins (ASV) am heutigen Samstag (15 Uhr; Hockeyhalle) noch einmal zum Hockeyschläger greifen muss, um das Nachholspiel gegen die Bochum Lakers zu absolvieren: Seit dem vergangenen Sonntag und dem 16:1-Sieg gegen Fireballs Sterkrade steht fest, dass die Ahauser die Saison als Zweitliga-Dritter beenden werden.

Und weil der Vizemeister der Nordgruppe, Bissendorf Panther II, den Relegationsplatz um den Aufstieg in die erste Bundesliga nicht annehmen darf - Bissendorf ist bereits mit der Erstgarnitur in der Bundesliga vertreten -, dürfen die Maidy Dogs nach zweijähriger Abstinenz auf die Rückkehr in die deutsche Eliteliga schielen. Und auf die vorgeschaltete Relegation: Dabei geht es gegen den Verlierer des Überkreuz-Vergleichs der Siebt- und Achtplatzierten der beiden Erstliga-Gruppen, Crefelder SC und Hotdogs Bräunlingen.

Aber: "Es herrscht kein einheitliches Meinungsbild in der Mannschaft. Nur eine kleine Mehrheit hat sich intern für die Aufstiegsmöglichkeit ausgesprochen", erklärte Sebastian Gunawan (Foto), Spielertrainer der Maidy Dogs.

"Als Spieler und Trainer muss ich den Aufstieg wollen", gesteht er - "Vom Verstand her müsste ich gegen die Relegation sein", schiebt er sofort nach.

In der ersten Bundesliga müssen die Mannschaften einen lizensierten Trainer aufbieten, der nicht aktiver Spieler sein darf. So wollen es die Statuten - so will es aber Gunawan nicht: "Ich habe zwar die geforderte Trainer-Lizenz, doch noch möchte ich die Inlineskates nicht an den Nagel hängen." Weitere Trainer-Kandidaten gebe es beim ASV schon, doch auch diese seien allesamt noch als aktive Spieler dabei.

Und noch einmal meldet sich der Verstand: In der ersten Liga wären (voraussichtlich wieder wie in dieser Saison) nur acht Auswärtsspiele zu bestreiten, anstatt zehn Zweitliga-Fahrten. Selbst die Entfernungen zu den Erstliga-Spielstätten in Duisburg, Bissendorf, Essen, Kaarst und Lüdenscheid seien nicht so weit entfernt wie die in den Zweitligastädten Hamburg, Wilhelmshaven oder beim Aufsteiger Berlin.

Nach Rostock zum feststehender Erstliga-Aufsteiger müssten die Ahauser im Falle eines Aufstiegs dann auch 2008 anreisen.

"Wir wollen erst einmal in unserem letzten Saisonspiel beweisen, dass wir zurecht auf Platz drei stehen. Danach wird mit dem Vorstand eine Entscheidung getroffen", blickt Gunawan zunächst nur auf das heutige Spiel. bml

Anzeige
Anzeige